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MAN.
ihrer Jugend noch nicht kommunizieren durfte, so schätte sie sich überglücklich, den ganzen Tag in der Nähe ihrer Mutter zubringen zu dürfen, wenn dieselbe zur heiligen Kommunion gegangen war.
Amna, das gottselige Negermädchen, starb im Jahre 1856. Als es im Alter von sieben Jahren getauft wurde, wuchs auch seine Sehnsucht nach der ersten Hl. Kommunion mit jedem Tage. So oft es den Bischof sah, sagte es zu demselben: Lieber Bischof, gib mir, bitte, bitte, meinen Jesus; ich halte es nicht mehr aus ohne meinen Jesus." Der Bischof sagte:„ Du bist ja jetzt getauft, was wünschest du mehr? Für den Augenblick mußt du zufrieden sein."
,, Nein, nein, ich bin nicht zufrieden, solange ich nicht Jesus in meinem Herzen empfangen kann." Dann legte Amna ihre Händchen wie eine Bettlerin zusammen und rief: ,, Lieber Bischof, sei doch barmherzig und gib mir meinen Jesus recht schnell!" Und Thränen erstickten ihre Stimme.
Freue dich also auch du; nicht auf die neuen schönen Kleider am Weißen Sonntag, sondern freue dich darauf, daß dein Heiland zu dir kommt, der reicher und vornehmer ist, als alle Fürsten und Könige der Erde, und der dir Geschenke für die Seele mit


