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Bitten des Kindes umsonst waren, so wollte der liebe Heiland selbst durch ein Wunder zeigen, daß Er Imeldas Bitten erhört habe und ihre Sehnsucht nach der ersten heiligen Kommunion stillen wolle. Al ષ્ઠ die Klosterfrauen eines Tages wieder zur heiligen Kommunion gingen, und Imelda weinte, daß sie nicht mitgehen durfte, da sah man eine heilige Hostie in der Luft schweben, die über Imeldas Haupt stehen blieb. Der Priester erkannte jetzt, daß es des Heilands Wille sei, in das unschuldige Herz Imeldas einzukehren. Er fing die heilige Hostie auf einem vergoldeten Teller auf und speiste damit Imelda. Jhr höchster Wunsch war jetzt erfüllt, aber sie war körperlich zu schwach, um. die unaussprechliche Freude und Seligkeit, daß ihr Heiland auf so wunderbare Weise zu ihr gekommen war, zu ertragen; ihr Herz brach und Imeldas heilige Seele flog hinauf in den Himmel im Alter von elf Jahren am zwölften Mai 1333.
Kaum hatte Magdalena von Papis im christlichen Unterrichte gehört, daß Jesus Christus im heiligsten Sakramente des Altares gegenwärtig sei, da kam ihr die Zeit bis zur ersten heil. Kommunion wie tausend Jahre vor. Da sie selbst wegen


