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Liebe. Nur der, der vor der Liebe fliehet, macht sein Unglück und das Unglück seines Nächsten.
Deine Liebe, o Gott! ist also dein Bestreben, die Menschen dir ähnlich zu machen; und unsere Liebe muß seyn, der göttlichen Liebe ähnlich zu werden.
Wahrheit und Güte sind deine Eigenschaften; Wahrheit und Güte müssen mich zu dir erheben. Liebe bist du, Liebe ist der Endzweck der Schöpfung. Liebe die Menschenbestimmung. Meine Erhebung zu dir, meine Aehnlichwerdung verhält sich nach dem Grade meiner Liebe: je reiner meine Absicht, je reiner meine Liebe ist, desto mehr erhebe ich mich zu dir, ewige, reine Liebe!
O unendlicher! entzünde mit dem Feuer deiner Liebe mein Herz, lehre mich lieben, wie du liebest, und führe mich näher zur AehnlichwerDung.
Furcht Gottes.
Was ist denn die Furcht Gottes? Heute will ich meine Betrachtung darüber anstellen. Von Jugend auf hat man mir, so viel ich merke, sehr unrichtige Begriffe dovon beigebracht. Un= ter dem Worte Furcht verstand man immer eine Art von Abneigung. Ich erinnere mich, daß ich schlimme Menschen fürchtete, Menschen, die mir Böses thaten; so eine Furcht aber kann die Furcht Gottes nicht seyn. Gott ist die Liebe, und


