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ligkeit, sich unterhalten dürfen, so oft und so lange es uns beliebt!!
Wie schwer ist oft der Zutritt zu den irdischen Königen zu erlangen; und zu Gott, dem großen Könige der Ewigkeit, können wir Erdwürmer, wir arme Sünder, wir Staub und Asche, jeden Augenblick hintreten, können ihm unsere Anbetung und Verehrung, unsere Liebe und Dankbarkeit, unsere Huldigung und Ergebenheit erweisen, können ihm unsere Anliegen und Bedürfnisse, unsere Mängel und Fehler, unsere Leiden und Freuden vortragen, und ihn um Erleuchtung und Hilfe, um Schutz und Beistand, um Trost und Segen bitten! Und wir machen so wenig Gebrauch von dieser unaussprechlichen Gnade, Güte und Herablassung Gottes, schöpfen so selten aus dem stets geöffneten und unerschöpflichen Gnadenquell! Welche Thorheit, welcher Undank, welcher Hochmuth! Der Unendliche, der Unser nicht bedarf, läßt aus lauter Liebe zu uns sich herab, um uns mit allen Gnaden und Gütern reichlich zu er= füllen; und wir armselige, wir Nichts vor ihm, wollen entweder unser Herz gar nicht zu ihm erheben, oder erkennen und beherzigen doch nicht, oder nicht genug, die große Gnade, deren wir gewürdigt sind.
Wie innig und andåchtig, wie kräftig und versammelt, wie fruchtbar und segenreich, wie erquickend und beseligend müßte nicht unser Ge


