Vorrede.
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Geist muß merken, was der Mund spricht; sonst ehret man Gott mit den Lippen, und das Herz ist weit von ihm. Demzufolge glaube man ja nicht, das größte, das långſste und wortreichste Gebet sey darum auch das beste. Wenn ihr betet, sagt Christus( Matth. 6), so sprechet nicht viele Worte her, wie die Heiden, die da meinen, sie werden erhöret, wenn sie viel schwätzen... Um das Gebet mit Aufmerksamkeit zu verrichten, muß man das Gelesene wie das Mündliche hie und da unterbrechen, eine Weile einhalten, das Gemüth sam meln und bedenken, was man wirklich gesprochen habe, und was man von Gott begehre.
Die Demuth muß das Gebet begleiten. Der betende hochmüthige Pharisäer ist vor Gott ein Gräuel. Wir müssen unsrer Sünden und unsrer Unwürdigkeit stets eingedenk seyn; aber


