Vorrede.
Gleich zu Anfang des Gebetes muß man vor Gott sich demüthigen, und mit bußfertigem Herzen die Sünden bereuen und verabscheuen: denn wie könnte wohl eine Seele, die da wirklich das Böse liebte und ihm anhienge, dem Allerhöchsten ein angenehmes Opfer des Gebets darbringen?... Viele beten, und wissen oft nicht warum: es geschieht aus Gewohnheit, ohne Ueberlegung; also auch ohne Andacht. Der fromme Christ, wenn er betet, bestimmt sich zuvor das Ziel und Ende seines Gebetes: er erwåget bei sich, was er eigentlich von Gott für eine Gnade begehre; was er für einen besondern Nußen aus seinem Gebete zu ziehen gedenke; ob er Gott um die Gnade der Demuth, der Neinigkeit, der Andacht, oder um irgend eine andere Tugend bitten wolle.
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Das Gebet, beſonders das mündliche, muß langsam verrichtet werden; der


