III
Diese Gegenstände sollen nach den jedesmahligen Umständen und Bedürfnissen der Inhalt unseres Gebethes seyn. Das Gebeth kann in fillen Gedanken, in stillen Betrachtungen und Gemüthserhebungen, in stiller Bewunderung der Größe, Allmacht, Versehung Gottes 2c., in stiller Freude über seine Baterhuld und Gnade, oder in äußerlichen Ergießungen des Herzens durch Worte und heilige Gesänge bestehen. Jenes heißt man das beschauliche Ge beth oder die Betrachtung; dieses das mündliche Gebeth. Jenes macht die Undacht aus; dieses soll Ausdruck und Mittheilung der Andacht seyn. Beyde Urten des Gebethes sind uns nothwendig; beyde unterstüßen einander; beyde, wenn sie die gehörigen Eigenschaften haben, sind gut, Gott gefällig und von den heilsamsten Wirkungen.
Zu einem guten, Gott gefälligen Gebethe wird erfordert:
1) Ein reines Herz, oder das Bestreben,


