Druckschrift 
Das Gebet der Fürbitte in Vereinigung mit dem göttlichen Herzen Jesu oder Apostolat des Gebetes durch Vermittlung des göttlichen Herzens Jesu / von einem Priester des Franziskaner-Ordens [i.e. Gaudentius Guggenbichler]
Entstehung
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welche uns den Erlöser so besonders lieb macht, mögen wir Ihn als armes Kindlein in der Krippe schauen, oder Ihn versichern hören, daß Er nicht einmal so viel habe, worauf Er sein göttlich Haupt hinlegen könnte, oder mögen wir Ihn von Allem entblößt am Kreuze sterben und im fremden Grabe seine Ruhe finden sehen. Keine Spur von Glanz, von Majestät ist da; die einfache Brodsgestalt ver­hüllt Ihn, ein ärmlicher Tabernakel ist seine Woh­nung; so hat Er es selbst gewollt; und wie ist Er dabei so selig und wie so lieb, ja darum so lieb, weil so arm!- Dort im heiligsten Sakramente ist dieselbe Demuth, mit der Er einst unter uns Menschen gewandelt. O welche Demuth, daß Er, der unendliche Gott, Menschennatur annahm; abec jest, im Zustande der Glorie, sich in die niedrige verweßliche Gestalt des Brodes hüllen, das ist eine Demuth, welche jene erstere noch zu übertreffen fcheint. O göttliches Herz, wie theuer muß dir doch diese erste aller Tugenden sein!- Daher sein so verborgenes, stilles, nur dem Glauben offenes Leben im heiligsten Sakramente; daher seine Geduld und Sanftmuth, mag Ihn auch die Bosheit der Menschen noch im Sakramente der Liebe verkennen, verstoffen, verachten, beleidigen, mißhandeln; mag Ihn selbst der Sünder zwingen, durch die unwürdige Kommunion in seine sündhafte Bruft einzukehren.

Hier im heiligsten Sakramente sehen wir Ihn noch den nämlichen Gehorsam üben, der Ihm in seinem irdischen Leben so theuer war. O wie ge­horcht Er hier so bereitwillig der Stimme einer Kreatur und zieht seine Unermeßlichkeit gleichsam zusammen in den engen Raum einer Hostie; in