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sinnt sein, wie auch Christus Jesus gesinnt war." ( Phil. 2, 5.) Durch Nachahmung der Eigenschaften, Tugenden und Vollkommenheiten, der ganzen Gesinnung und Richtung seines heiligsten Herzens also beweisen wir Ihm unsere Liebe.
Wo sehen wir nun aber die Tugenden und Vollkommenheiten seines heiligsten Herzens?- Wir sehen sie in seinem ganzen irdischen Leben, wie uns dieß die hl. Evangelien zeigen. Betrachte Ihn als armes, vor Kälte wimmerndes Kindlein in der Krippe, wie Er sich dem Geseße der Beschneidung und der Opferung im Tempel unterwirft; wie Gr 30 Jahre seinen Eltern gehorsamt und verborgen lebet im armen Häuschen zu Nazareth als der vermeintliche Sohn eines armen Zimmermanns; betrachte Ihn, wie Er verkannt, verleumdet, verfolgt, wie ein armer Bettler 3 Jahre lang Valästina durchzieht, und für seine Wohlthaten und Gnaden nur Undank, Haß und Verfolgung erntet; betrachten wir Ihn endlich, wie Er nach dem letzten Abendmahle zu den Füßen. seiner Jünger kniet und dieselben wäscht, wie Er dann hingeht zu leiden, und in unsäglicher Pein und Schmach und Verlassenheit, nach namenlosen Leiden für uns am Kreuze stirbt: welche Demuth, welcher Gehorsam und Ergebung in den Willen seines ewigen Vaters, welche Geduld und Sanftmuth, welche Liebe zur hl. Armuth, welche Entfagung, Selbstverleugnung und Abtödtung, welcher Seeleneifer, welcher Durst nach dem Heile der Seelen, welche Liebe gegen uns, welche Liebe selbst gegen seine Feinde, gegen seine Mörder, furz: welch' göttlich vollendetes Vorbild aller Tugend


