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Das Gebet der Fürbitte in Vereinigung mit dem göttlichen Herzen Jesu oder Apostolat des Gebetes durch Vermittlung des göttlichen Herzens Jesu / von einem Priester des Franziskaner-Ordens [i.e. Gaudentius Guggenbichler]
Entstehung
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sinnt sein, wie auch Christus Jesus gesinnt war." ( Phil. 2, 5.) Durch Nachahmung der Eigenschaften, Tugenden und Vollkommenheiten, der ganzen Ge­sinnung und Richtung seines heiligsten Herzens also beweisen wir Ihm unsere Liebe.

Wo sehen wir nun aber die Tugenden und Vollkommenheiten seines heiligsten Herzens?- Wir sehen sie in seinem ganzen irdischen Leben, wie uns dieß die hl. Evangelien zeigen. Betrachte Ihn als armes, vor Kälte wimmerndes Kindlein in der Krippe, wie Er sich dem Geseße der Be­schneidung und der Opferung im Tempel unter­wirft; wie Gr 30 Jahre seinen Eltern gehorsamt und verborgen lebet im armen Häuschen zu Na­zareth als der vermeintliche Sohn eines armen Zimmermanns; betrachte Ihn, wie Er verkannt, verleumdet, verfolgt, wie ein armer Bettler 3 Jahre lang Valästina durchzieht, und für seine Wohl­thaten und Gnaden nur Undank, Haß und Ver­folgung erntet; betrachten wir Ihn endlich, wie Er nach dem letzten Abendmahle zu den Füßen. seiner Jünger kniet und dieselben wäscht, wie Er dann hingeht zu leiden, und in unsäglicher Pein und Schmach und Verlassenheit, nach namenlosen Leiden für uns am Kreuze stirbt: welche Demuth, welcher Gehorsam und Ergebung in den Willen seines ewigen Vaters, welche Geduld und Sanft­muth, welche Liebe zur hl. Armuth, welche Ent­fagung, Selbstverleugnung und Abtödtung, welcher Seeleneifer, welcher Durst nach dem Heile der Seelen, welche Liebe gegen uns, welche Liebe selbst gegen seine Feinde, gegen seine Mörder, furz: welch' göttlich vollendetes Vorbild aller Tugend