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rina von Siera sprach einst Gott: Du mußt mir mit der größten Sorgfalt Gebete dárbringen für alle vernünftigen Geschöpfe, für den mystischen Leib der hl. Mutter Kirche, und für diejenigen, welche Ich dir anvertraut habe, um sie mit einer Ein anderes besondern Zärtlichkeit zu lieben." Mal sprach der Herr zu ihr: Ich empfehle dir inständig, anhaltend für die Rettung der Sünder zu beten, und bitte dich, durch deine Gebete und Thränen mir gleichsam Gewalt anzuthun, damit ich mein Verlangen befriedigen kann, ihnen Gnade und Barmherzigkeit zu erzeigen."- Wieder sprach Gott zu ihr: Du sollst dich freuen im Kreuze; hier wirst du dich mit der Nahrung der Seelen ersättigen zur Ehre und zum Lobe meines Hl. Namens, indem du beständig mit bekümmertem Herzen über den Tod des menschlichen Geschlechtes seufzest; denn, wie du siehst, es ist in folches Elend gefunken, daß deine Zunge es nicht aussprechen fann. Durch dieß Seufzen und Klagen meiner Freunde fühle ich mich geneigt, der Welt Barmherzigkeit zu erzeigen. Dieß ist es, um was Ich dich und meine übrigen Freunde beständig bitte, und dieß wird das Zeichen sein, daß du Mich wahrhaft liebst, und Ich meinerseits verspreche dir deine hl. Wünsche nie unberücksichtigt zu lassen." Endlich beklagte sich Gott gegen sie in folgenden Worten: Siehe, meine Tochter! mit was für Sünden sie mich plagen, besonders mit der Selbstliebe, woraus alles Uebel hervorgeht. Die Selbstliebe hat die Welt angesteckt, als ob sie Gift getrunken hätte; dieselbe entstammt dem Stolze und enthält alle möglichen Uebel in sich. Seid also
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