Druckschrift 
Das Gebet der Fürbitte in Vereinigung mit dem göttlichen Herzen Jesu oder Apostolat des Gebetes durch Vermittlung des göttlichen Herzens Jesu / von einem Priester des Franziskaner-Ordens [i.e. Gaudentius Guggenbichler]
Entstehung
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fterblichkeit, der Ewige, der Urheber alles Guten und aller Güter; derjenige, von dem alle Gaben fommen der Tröster aller Unglücklichen, der Vater aller Menschen- es ist Gott selbst- der uns mit einer unendlichen Güte, die nur Jbm eigen ist, sagt: Verlanget, und ihr werdet erhalten: Fürchtet euch nicht, meine Reichthümer zu erschö­pfen, zweifel nicht an meiner Güte, verlanget: petite et accipietis!"

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O wie ist es doch möglich, daß ein so süßes Gebot, ein so großmüthiges Versprechen uns so falt und gleichgültig läßt!- Zu den Reichen, zu den Großen dieser Erde geht man so oft und er= müdet sie mit Bitten und Beschwerden;- warum wenden wir uns so selten an Gott, von dem ja alles Gute kommt, von dem allein unser wahres Glück abhängt, und der uns alles das geben will, was uns dazu führen kann!

Doch, nicht bloß Bittgebete allein sollen von uns zum Himmel dringen: wir gehören Gott ganz und gar an, und alles, was wir sind und haben, ist von Ihm; darum soll auch unser ganzes Denken, Fühlen und Handeln, unser ganzes Leben, letztlich auf Ihn gerichtet sein, Ihm follen wir täglich und noch öfter unsere Handlungen und uns selbst zum Opfer bringen, zu Ihm oft unser Herz erheben, Ihn anbeten, Ihm danken, Ihm unsere und An­derer Sünden abbitten; durch diese Richtung uns fers Herzens auf Gott werden wir dann auch jene große Pflicht erfüllen, die uns Jesus ans Herz legt, wo Er sagt, daß man allzeit beten und nich nachlassen müsse,"( Luc. 18, 1.) und welchet Pflicht wir im Leben aller Heiligen und wahren