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Das Gebet der Fürbitte in Vereinigung mit dem göttlichen Herzen Jesu oder Apostolat des Gebetes durch Vermittlung des göttlichen Herzens Jesu / von einem Priester des Franziskaner-Ordens [i.e. Gaudentius Guggenbichler]
Entstehung
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Das Gebet der Fürbitte

in Vereinigung mit dem göttlichen Herzen Jesu.

I. Kapitel.

Vom Gebete überhaupt.

Eine der größten Gnaden, welche Gott uns Menschen gegeben, ist gewiß die, daß wir, so oft wir nur wollen, wie Kinder zu ihrem Vater, in allen unsern Anliegen uns an Ihn wenden dürfen. Ach, wer sind denn wir? Wir sind so gering und armselig, daß wir uns kaum schlechter vorstellen können, als wir wirklich sind. Und wer ist Er, unser ewiger Vater? Er ist die unendliche Maje­ftät, das beste, heiligste, reinste, erhabenste, anbetungs­würdigste, allervollkommenste Wesen, der unendliche, dreimalheilige Gott! Zu Ihm also dürfen wir reden, Ihn bitten, wie Kinder ihren Vater. Und Er will, daß wir oft, ja beständig und immer mit unfern Bitten zu Ihm fommen, und Er läßt die vielen, die unzähligen Bedürfnisse, die wir haben, nur deshalb zu, um uns zu nöthigen, recht oft Ihn zu bitten; und wir wissen es auch, denn

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es ist ein Glaubensartikel, der an tausend Stellen der hl. Echrift gefunden wird, daß wir ohne Seine Hilfe in Bezug auf unser Heil nichts können, absolut nichts, nicht einmal es verlangen, nicht einmal daran denken:» Ohne mich könnt ihr nichts thun;"( Joann. 15, 5.) nicht weil wir