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Verschiedene Gesänge.
Frohnleichnamslied.
1. O Engel Gottes eilt hernieder* und menget euch in unsre Lieder;* der Tag ist festlich uns und cuch.* Das Himmelsbrod, was wir heut' ehren,* mit dem sich uns're Seelen nähren. dies Brod macht Mensch und Engel gleich.
2. O kommt, so wie ihr einst im Saale* bei Jesu letztem Abend. mahle* erstaunungsvoll zugegen war't;* ihr sahet dort das Brod Ihn brechen,* ihr hörtet Ihn mit Liebe sprechen:* Dies nehmt vor meiner Himmelfahrt.
3. Dies ist mein Leib, den will Ich schenken,* es sei zu meinem Angedenken,* so oft, ihr Freunde, dieses thut!* So oft ihr dies Geheimniß handelt,* wird Brod und Wein wie jetzt verwandelt* in eures Meisters Fleisch und Blut.
4. O Abgrund unbegriffner Güte!* war's nicht genug, in einer Hütte* für uns das Licht der Welt zu seh'n?* Die Zeit von mehr als dreißig Jahren* verachtet, arm und in Gefahren mit Undankbaren umzugeh'n?
5. Die Kranken, nicht genug, zu heilen,* Trost, Rath Gesunden zu ertheilen,* der Weisheit Lehrer uns zu sein,* für uns in frecher Henker Händen* das Leben und die Qual zu enden,* uns von der Hölle zu befrei'n?
6. O nein, es wallen neue Triebe,* der ewig uns verheiß'nen Liebe in unsers Heilands treuer Brust.* Die lehren Ihn das Mittel finden.* sich uns noch enger zu verbinden.* Bei Menschenkindern sucht Er Lust. 7. Er läßt bis an das End' der Seiten bei uns sich einen Sig bereiten, uns seine Neigung darzuthun* Der Gottheit Schimmer einzuhalten, verhüllt Er sich in Brodsgestalten und will in unsern Herzen ruh'n.
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8. O Christen! laßt uns Blumen pflücken* und Tempel und Altäre schmücken, das Rauchfaß hauche süßen Duft;* die Priesterschaft im Feierkleide* verkündige der Kirche Freude,* die Glocke schalle froh zur Luft!
9. Laßt uns mit Dank und Jubelliedern* der Liebe Wunderwerk erwiedern, dem dieser Tag geheiligt ist.* Preis, Ehre Dir im Sakramente,* nach dem sich einst die Vorwelt sehnte,* der Du zu uns gekommen bist.
10. Laßt heilig! heilig! heilig! schallen* dem Menschenfreunde, der vor Allen* bei seinem Christenvolke wohnt!* dem Lamme, das in Brodeshülle* mit aller seiner Gnadenfülle* auf unsern Prachtaltären thront!
11. Du bist es, Herr, Gott unsrer Väter,* Du Brod der Starken, unser Retter,* Du bist's in deines Priesters Hand;* wir fallen, beten an im Staube,* das Aug ist blind, doch sieht der Glaube; dein Wort ist ihm ein Unterpfand.


