der Hoffart, der Lüge, der Lauigkeit und der Fleischesluſt aus mir austreiben. O mein Jesus! ich vertraue ganz auf die Kraft Deines heiligsten Namens; laß mich in meinem Vertrauen nicht zu Schanden werden. Dein Apostel sprach einst zum Lahmgeborenen an der Tempelpforte: Im Namen Jesu ſteh auf und geh." Ach Herr! ich gleiche auch diesem Lahmen, und komme auf dem Tugendpfade nicht vorwärts; laß auch mich in Deinem Namen aufstehen von dem Schandsitze übler Gewohnheit, und Dir, liebevollster Hirt! als gehorsames Schäflein nachfolgen. Ich weiß zwar, der Weg, den Du mich führen willst, ist der Kreuzweg, schmal und hart, voll Disteln und Dornen. Allein es führt fein anderer Weg ins himmlische Kanaan, als dieser. Du der Unschuldige bist mir diesen Weg vorangegangen; warum sollte ich der Schuldige
Morgenandacht.
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ihn Dir nicht nachgehen?! Deßhalb, mein göttlicher Vorgänger auf dem Leidenswege! will ich auch heute alle harte Arbeit, jeden Kummer und Verdruß, jede Mühe und Plage, jede Kränkung und Beleidigung als ein Kreuz geduldig auf mich nehmen und es Dir nachtragen. Zwar bin ich noch ein Neuling und ein Schwächling in der Geduld und im Kreuztragen; aber der Blick auf Dein noch viel schwereres Kreuz und auf Deine blutbespritzte Dornenkrone wird mich stärken, und wie zu Paulus sprichst Du ja auch zu mir: ,, Meine. Gnade genügt dir."
Heiliger Geist! wie die Apostel am Pfingstmorgen betend Deine Herabkunft erwarteten, so erwarte auch ich diesen Morgen Deine Hilfe von oben.
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