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Morgenandacht.
stuhl; wie wird es ihnen da ergangen sein? Und ich ich lebe noch; Deine Langmuth verschonte mich und wartet auf meine Besserung. Dank, Vater! herzinnigsten Dank dafür! Für Viele von denen, die mit mir zwar den Tag noch erlebten, war doch diese Nacht eine Trauer- und Seufzernacht; die Ruhe floh ihr Lager, und kein Schlummer deckte ihr Auge zu; Krankheit und Schmerzen, oder Angst und Kummer verscheuchten ihnen den süßen Schlaf; sie leben zwar noch, aber elend und niedergeschlagen, voll Ach und Weh. Und ich schlief so gut; frische Kraft ergoß sich in meine Glieder, und heiter erwachte meine Seele. Ich küsse dafür Deine milde Vaterhand. Dieser neue Tag ſei daher ganz Dir und Deinem Dienste geweiht; mit neuer Kraft und frischem Muthe will ich heute wieder einige Stufen auf dem Wege zur Himmelspforte höher steigen. Aber, mein Gott, Du kennst meine Schwäche und meinen Leichtsinn; eile Du mir zu Hilfe, stütze, leite und führe mich; laß mich nicht stille stehen, noch weniger rückwärts oder gar seitwärts gehen.
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Mein liebreichster Heiland! Du hast einst vierzig Nächte schlaflos zugebracht, und für mich gewacht und gebetet. Bei dieser Deiner Liebe, mit der Du des süßen Schlummers meinetwegen so lange entbehrtest, bitte ich Dich, vertreibe von mir alle Trägheit im Guten, mache mich wachsam wider die Feinde meiner Seele, und stark zu ihrer Ueberwindung. Du sagtest einmal, in Deinem Namen werden die Christen Teufel austreiben; ja, Herr! in Deinem Namen will auch ich den Teufel


