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( Joh. 1, 3-6), wenn ich Dir, als dem höchsten, heiligsten und liebenswürdigsten Guten, mit allen Kräften anhänge und durch unaufhörliches Streben nach sittlicher Vollkommenheit gleichförmig zu werden suche. Willig und mit unermüdetem Fleiße will ich daher die Arbeiten meines Berufes fortsetzen, und mit völliger Zufriedenheit mich Deiner Führung überlassen, nach Weisheit streben, nach Gewissen handeln und Gutes thun, soviel meine Kräfte erlauben.
Auch meinen Nächsten will ich lieben, o Gott! wie mich selbst, ich will ihn als ein vernünftiges Geschöpf wie mich selbst achten und an ihm wie an mir selbst die Würde der menschlichen Natur und seine gleiche Bestimmung zur Sittlichkeit und Glückseligkeit schätzen.
Ich will diesem seinen hohen Endzwecke nicht nur niemals entgegenhandeln, sondern denselben auf alle Art zu befördern suchen, ihm aufrichtig Gutes thun und wünschen, ihm meinen Rath und Beistand nie versagen, seine Schwachheiten mit Geduld ertragen, sein Elend, so viel wie möglich ist, lindern. Dies ist auch ein Gebot des Christenthumes und das echte Kennzeichen der wahren Jünger Jesus.( Jak. 2, 8. Joh. 13, 16.)


