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Neues Gesangbuch für die evangelisch-lutherischen Gemeinden in den kurfürstlich-hessischen Landen
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Um 4. u. 5. Sonntage nach Ostern.

nicht allein den Gütigen und Gelinden,| zeuget nach seinem Willen durch das sondern auch den Wunderlichen. Denn Wort der Wahrheit, auf daß wir wären das ist Gnade, so Jemand um des Ge- Erfilinge seiner Kreaturen. Darum, wissens Willen zu Gott das Uebel ver- leben Brüder, ein jeglicher Mensch trägt und leidet das Unrecht. Denn sey schnell zu bören, langsam aber zu was ist das für ein Rubm, so ihr um recen, und langsam zum Zorn. Denn Missethat willen Streiche leidet? Aber des Menschen Zorn thut nicht, was wenn ihr um Wohlthun willen leidet vor Gott recht ist. Tarum so leget ab, und erduldet, das ist Gnade bei Gott, alle Unsauberkeit und alle Bosbeit, und nebmet das Wort an mit Sanft­muth, das in euch gepflanzt ist, welches fann eure Seelen seltg machen.

Um 4. Sonntage nach Ostern, Cantate genannt.

Evangelium, Job. 16, 5-15.

Nun aber gehe ich hin zu dem, der

mich hat,

unter euch fraget mich: Wo gehefst du bin? Sonderndieweil ich solches zueuch

rens geworden. Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist euch gut, daß ich hingehe. Denn so ich nicht hingehe, so fommt der Tröster nicht zu euch. So ich aber bingebe, will ich ihn zu euch senden. Und wenn derselbe kommt, der wird die Welt strafen, um die Sünde, und um die Gerechtigkeit, und um das Gericht. Um die Sünde, daß sie nicht glauben an mich. Umbie Gerechtigkeit aber, daß ich zum Vater gebe, und ihr mich hinfortnichtsebet. Um das Gerich­te, daß der Fürst dieser Welt gerichtet ist. Ich habe euch noch viel zu sagen, aber ihr könnet es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener, der Geist der Wahr­beit, kommen wird, der wird euch in alle Wahrbeit leiten. Denn er wird nicht von sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch ver. kündigen. Derselbe wird mich ver­klären, denn von dem Meinen wird er es nehmen, und euch verkündigen.. Alles, was der Vater hat, das ist mein; darum habe ich gesagt: Er wird es von dem Meinen nehmen, und euch verkündigen.

Um 5. Sonntage nach Ostern,

Evangelium, Job. 16, 22-30. abrlich, wahrlich, ich sage euch:

W

werdet in meinem Namen, so wird er es euch geben. Bisber habt ihr nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, so werdet ihr nehmen, daß eure Freude vollkommen sey. Solches habe ich zu euch durch Sprichwort gereret; es fommt aber die Zeit, daß ich nicht mehr durch Sprichwort mit euch reden wer­de, sondern euch frei heraus verfündt­gen von meinem Vater. An demselben Tage werdet ihr bitten in meinem Na­men. Und ich sage euch nicht, daß ich den Vater für euch bitten wid. Denn er selbst, der Vater, hat euch lieb, darum, daß ibr mich liebet und glaubet, daß ich von Goit ausgegangen bin. Ich bin vom Vater ausgegangen, und ge­kommen in die Welt; wiederum ver­lasse ich die Welt und gebe zum Vater. Sprechen zu ihm seine Jünger: Stebe, nun redest du frei heraus, und sagest kein Sprichwort. Nun wissen wir, daß du alle Dinge weißt, und bedarfst nicht, daß dich Jemand frage, darum glauben wir, daß du von Gott ausge­gangen bist.

C

Epistel, Jaf. 1, 22-27.

Epistel, Jak. 1, 17-21.

end aber Thäter des Worts, und nicht Hörer allein, damit ihr euch

Alle gute Gabe und alle vollkommene ſelbst betrüget. Denn so Jemand in

von von dem Vater des Lichts, bei welchem ist keine Veränderung noch Wechsel des

ein Hörer des und nicht Thäter, der ist gleich einem Manne, der sein leibliches Angesicht im Spiegel

Lichts und Finsterniß. Er hat uns ge-| beschauet. Denn nachdem er sich be­