2. Von den Eigenschaften Gottes.
5. Hier in meinem pilgerstande Sey mein theil zufriedenheit! Dort in meinem vaterlande Wohnt die wahre seligkeit. Führt mein gang zum himmel ein, Mag er immer dunkel seyn.
d. Allmacht
Mel. Machs mit mir, gott, nach: c.
18. S err! deine allmacht reicht
so weit, Als selbst dein wesen reichet. Nichts ist, das deiner herrlichkeit, Und deinen thaten gleichet. Es ist kein ding so groß und schwer, Das dir zu thun unmöglich wär.
2. Du sprichst, und auf dein mächtigs wort Fällt alles dir zu füßen. Du führest deinen anschlag fort Bei allen hindernissen. Du winkst, so stehet plötzlich da, Was vorher noch kein auge sah.
3. Du bast dein großes schöpfungswerk Allmächtig ausgeführet. Es bleibet stets dein augenmerk, Und wird durch dich regieret. Noch immerhin besteht die welt, Weil dein allmächtig wort sie hält.
15
6. Darum auch auf rauhen wegen, Christenseele, klage nicht: Was hier schmerzet, wird dort segen, Was hier nacht ist, wird dort licht; Und ich faß erst gottes sinn, Wann ich ganz vollendet bin.
In voriger Melodie.
Gottes.
4. Die menge vieler wunder zeigt, Daß, schöpfer! dein vermögen Weit über die geseße steigt, Die die natur bewegen. Du bleibst ihr herr, und ihren lauf Hebst du nach weiser willkühr auf.
e. Allgegenwart Gottes.
2. Was je mein herz empfunden hat, Was ich verwerf und wähle, Der erste trieb zu jeder that, Der stillste wunsch der feele, Der leiseste gedank in mir, Gott, alles liegt enthüllt vor dir!
3. Wohl mir, wenn ich durch deine kraft Mein Herz zu dir erhebe, Und redlich und gewissenhaft Nach deinem willen lebe! Du siebst es herr, und stehst mir bei, Damit ich immer treuer sey!
5. Was für ein wunder deiner macht Wird unser aug einst sehen, Wann nach der langen grabesnacht Die todten auferstehen! Wann du von unserm staub den rest zu neuen körpern werden läßt.
6. Ach zünd in mir den glauben an, Der sich auf dich verlasse. Ist etwas, das ich fürchten kann, Wenn ich dich, herr! umfasse? Gieb, daß ich traue deiner kraft, Die alles kann, und alles schafft.
alle meine fehle; Du zeigst sie mir, 19. Du bist, o unermeßlicher, und züchtigst mich zu meiner beß
Und wirkst rung Ich bin, wie ich auch bin, o herr, In deinen vaterhänden! Ich leb und athme nur durch dich; Du trägst, du unterstüßest mich.
5. Du hörst auch meinen seufzern zu; Schaffst, daß mir bülf erscheine; Voll mitleid, vater, zählest du Die thränen, die ich weine; Dein trost erquicket mein gemüth, Und jeder schmerz und fummer flieht.
6. O drück, allgegenwärtiger, Dies tief in meine seele, Daß, wo ich bin, mein berz, o herr, Nur dich zur zuflucht wähle; Daß ich dein heilig auge scheu Und dir zu dienen eifrig sey!
7. Laß ohne falsch und heuchelei mich alle sünde meiden, Daß ich vor dir unsträflich sey, Im glück und auch im leiden; Weil deine huld so mächtig ist, Weil du allgegen
4. Du kennest sicher und gewiß, Was ich der welt verhehle; Siehst jedes werk der finsterniß, Siehst wärtig bist.


