IV
Das ist wenigstens die redliche Absicht des Verfassers hat er es nicht allemal getroffen, so hat er es doch nicht nicht treffen wollen. Und deswegen will er die obenanstehenden Worte des Apostels Petrus als den Schlüssel zu diesem Kästchen angesehen wissen, will durchaus nicht anders verstanden, in keinem Worte anders gedeutet werden, und sich gegen jeden andern Sinn verwahren, als den der heilige Geist dem Apostel in das Herz legte, da er jene Worte an die Gläubigen schrieb: 1. Erweiset jedermann Achtung Achtung jeder bestehenden Ordnung, denGesehen jedes Staates undLandes, in dem ihr wohnet; dem Stande und Charakter jedes Menschen, mit dem ihr in Berührung kommet; Achtung allem dem, was jedem heilig und ehrwürdig ist, damit ihr niemand årgert und keinen Anstoß gebet. 2. Liebet die Brüder! denn daran wird jedermann erkennen, daß ihr Jünger Jesu seyd, wenn ihr euch unter einander liebet, wie euch Jesus geliebet hat. Joh. 13, 34. 35. 3. Fürchtet Gott! so daß ihr euch reiniget von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes und fortfahret mit der Heiligung in der Furcht Gottes. 2 Cor. 7, 1.
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4. Ehret den König oder den Kaiser, die Obrigkeit, die euch vorgesetzt ist, nicht blos aus Furcht der Strafe, sondern um des Gewissens willen: denn es ist keine Obrigkeit außer von Gott, und wer sich der Obrigkeit widersetzt, der widerstrebet Gottes Ordnung, und solche Widerspenstige ziehen sich selbst ein schweres Gericht zu. Róm. 13, 1. 2.
Ihr wisset es, ihr arglosen Leser! daß mein Sinn nie ein anderer war, als dieser; und ihr alle, die ihr mich gehört und von mir etwas gelesen habt, habt mich auch nie anders verstanden; und es wåce euch gewiß alles in der Welt eher eingefallen, als ein, diesem entge= gengesehter, Sinn. Allein um der unfreundlichen Menschen willen, die den unschuldigsten Worten den gehässig=


