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Der über Ullem thront, der ewige Gedanke Im Unermeßlichen der Welt.
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5. Er führt im sichern Wechsel auf die Sphåren, Er bindet Alles mit des Willens Kraft;
Selbst wenn in wildem Kampf die Elemente gåhren, Folgt Ruhe wieder, die er schafft.
6. Das ist sein Geist, der frei und selig webend Durch alle Adern seiner Schöpfung dringt,
Die Urkraft alles Seins, die in sich selber lebend Durch Ewigkeiten sich verjüngt.
7. D Herr, vor dem ich tief anbetend stehe,
Wer bin ich, daß du huldreich mein gedenkst? Daß du auch mir Vernunft und Ahnung deiner Nähe, Und Geist und Leben mir auch schenkst?
8. Daß höheres Gefühl in mir sich reget, Und daß, dem trågen Staub nicht unterthan, Sich eine freie Welt in meiner Brust beweget, Daß ich dich ewig lieben kann?
9. So hast du mir ein göttlich Loos beschieden; So sei mein Geist auch einzig dir geweiht! Er suche nur in dir sein Heil und seinen Frieden, Jeßt und in aller Ewigkeit.
5. Eigene Melodie.
1. Gott, dich faffet kein Gedanke,
Und die Sprache nennt dich nicht; Unbegreiflich, sonder Schranke Thronest du verhüllt im Licht. №
Dorthin kann kein Auge dringen, Schaut der Blick auch himmelwärts; Doch der Geist kann auf sich schwingen, Fühlen kann dich jedes Herz.
2. Deiner Hånde Wunderwerke Zeichnen, Gott! mit deine Spur;


