IX
Himmel einathmen möchte; das Gebet ist die Nahrung, die er genießt. Und dann, ist wahres Leben in Gott allein: so ist auch nur im Umgange mit Gott wahre Lebensstärkung.
Dieser Geistesspeise bedarf der Christ, daß er innerlich gedeihe, und emporwachse aus der Niedrigkeit, aus dem Erdenstaube, sich hinaufarbeite in die Höhe, zur himmischen Herrlichkeit; daß er abwerfe alles Rohe, alles Schlechte; und muthig ringe nach der Aehnlichkeit mit dem Allheiligen; die heilige Sonne des Gebetes ertheilt dem Christen erst das rechte Licht, die befruchtende Wärme, daß er fröhlich entgegenreife seiner himmlischen Bestimmung und Früchte bringe in aller Gottseligkeit. Der göttliche Gebetsgeist umhaucht ihn, daß er fröhlich und glücklich gedeihe; das stete Wandeln an der Hand Gottes befestigt in dem überirdischen Gebiet seiner Heimath


