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Allgemeines evangelisches Gesangbuch für das Großherzogthum Hessen
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Am 5. Sonntage nach Ostern u. am Himmelfahrtstage. 21 Evangelium am 5. Sonntage| fleckter Gottesdienst vor Gott dem nach Ostern( Rogate), Vater ist der, die Waisen und Witwen in ihrer Trübfsal besuchen und sich von der Welt unbefleckt behalten.

Wat

Joh. 16, V. 23-30. ahrlich, wahrlich, ich sage euch: So ihr den Vater etwas bitten werdet in meinem Namen, so wird er es euch geben. Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, so werdet ihr nehmen, daß eure Freude vollkommen sei. Solches habe ich zu euch durch Sprichwort gerebet, es tommt aber die Zeit, daß ich nicht mehr durch Sprichwort mit euch reden werde, sondern euch frei heraus verkündigen von meinem Vater. An demselbigen Tage werdet ihr bitten in meinem Namen; und ich sage euch nicht, daß ich den Vater für euch bitten will; denn er selbst, der Vater, hat euch lieb, darum, daß ihr mich liebt und glaubt, daß ich von Gott ausgegangen bin. Ich bin vom Vater ausgegangen und gekommen in die Welt; wiederum verlasse ich die Welt und gehe zum Vater. Sprechen zu ihm feine Flinger: Siehe, mun redest du frei heraus und sagst kein Sprich wort. Nun wissen wir, daß du alle Dinge weißt, und bedarfst nicht, daß dich jemand frage, darum glauben wir, daß du von Gott ausgegangen bist.

Epistel, Jal. 1, V. 22-27.

eid aber Thäter des Worts und nicht Hörer allein, damit ihr euch felbst betrügt. Denn so jemand ist ein Hörer des Worts und nicht ein Thäter, der ist gleich einem Manne,

sein leiblich im Spiegel beschaut. Denn nachdem er sich be­fchaut hat, geht er davon und ver­gift von Stund an, wie er gestaltet war. Wer aber durchschaut in das vollkommene Gesetz der Freiheit und Darinnen beharrt, und ist nicht ein vergeßlicher Hörer, sondern ein Tha­ter, derselbige wird selig sein in sei­ner That. So aber sich jemand unter euch läßt dünken, er diene Gott, und hält seine Zunge nicht im 3aum, son­dern verführt sein Herz, des Gottes­dienst ist eitel. Ein reiner und unbe­

Evangelium am Tage der Himmelfahrt Christi,

Marci 16, B. 14-20.

Zuletzt, da die Elfe zu Tische faßen,

offenbarte er sich und schalt ihren Unglauben und ihres Herzens Härtig­keit, daß sie nicht geglaubt hatten deneit, die ihn gesehen hatten auferstanden. Und er sprach zu ihnen: Geht hin in alle Welt, und predigt das Evangelium aller Kreatur. Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden, wer aber nicht glaubt, der wird ver dammt werden. Die Zeichen aber, die da folgen werden denen, die da glauben, sind die: in meinem Namen werden sie Teufel austreiben, mit neuen Bun­gen reden, Schlangen vertreiben, und so sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nicht schaden. Auf die Krankter werden sie die Hände legen, so wird es besser mit ihnen werden. Und der Herr, nachdem er mit ihnen geredet hatte, ward er aufgehoben gen Himmel, und sitzt zur rechten Hand Gottes. She aber gingen aus und predigten an allen Orten, und der Herr wirkte mit ihnen und bekräftigte das Wort durch mitfolgende Zeichen.

Epistel, Ap. Gesch. 1, B. 1-11.

Die erste Rede habe ich zwar gethan,

lieber

von

Jesus anfing, beides zu thun und zu lehren, bis an den Tag, da er aufge­nommen ward, nachdem er den Aposteln. welche er hatte erwählt, durch den heiligen Geist Befehl gethan hatte. Welchen er sich auch nach seinem Leiden lebendig erzeigt hatte durch mancherlet Erweisung, und ließ sich sehen unter ihnen vierzig Tage lang, und rebete mit ihnen vom Reiche Gottes. Und als er sie versammelt hatte, befahl er ihnen, daß sie nicht von Jerusalent wichen, sondern warteten auf die Bera