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Allgemeines evangelisches Gesangbuch für das Großherzogthum Hessen
Entstehung
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Am 4. Sonntage nach Ostern.

mich sehen. Wahrlich, wahrlich, ich hin? Sondern dieweil ich solches zu fage euch: Ihr werdet weinen und euch geredet habe, ist euer Herz voll heulen, aber die Welt wird sich freuen; Traurens worden. Aber ich sage euch ihr aber werdet traurig sein, doch die Wahrheit: Es ist euch gut, daß eure Traurigkeit soll in Freude ver- ich hingehe. Denn so ich nicht hin­lehrt werden. Ein Weib, wenn sie gehe, so kommt der Tröster nicht zu gebiert, so hat sie Traurigkeit, denn euch. So ich aber hingehe, will ich ihre Stunde ist gekommen, wenn sie ihn zu euch senden. Und wann der­aber das Kind geboren hat, denkt sie selbige fommt, der wird die Welt

nicht mehr an die Angst um der Freude willen, daß der Mensch zur Welt geboren ist. Und ihr habt auch mun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll fich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen; und an demselbigen Tage werdet ihr mich nichts fragen.

strafen um die Sünde und um die Gerechtigkeit und um das Gericht. Um die Sünde, daß sie nicht glauben an mich; um die Gerechtigkeit aber, daß ich zum Vater gehe, und ihr mich hinfort nicht seht; um das Ge­richt, daß der Fürst dieser Welt ge­richtet ist. Ich habe euch noch viel zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, der wird euch in alle Wahrheit leiten; denn er wird nicht von ihm selbst reden,

er wird, wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen. Der­felbige wird mich verklären, denn von dem Meinen wird er es nehmen und euch verfündigen. Alles, was der Vater hat, das ist mein; darum habe ich gesagt: Er wird es von dem Meinen nehmen und euch ver­tündigen.

Epistel, 1. Petri 2, V. 11-17. Lieben Brüder, ich ermahne euch als haltet euch von fleischlichen Lüsten, welche wider die Seele streiten, und führt einen guten Wandel unter den Heiden, auf daß die, so von euch afterreden als von Übelthätern, eure guten Werke sehen und Gott preifen, wenn es nun an den Tag kommen wird. Seid unterthan aller mensch­lichen Ordnung um des Herrn willen, es sei dem Könige, als dem Obersten, oder den Hauptleuten, als den Ge­sandten von ihm, zur Rache über die Übelthäter und zu Lobe den From­men. Denn das ist der Wille Gottes, lle gute Gabe und alle vollkommene daß ihr mit Wohlthun verstopft die von oben herab, von Unwissenheit der thörichten Menschen, dem Vater des Lichts, bei welchem ist als die Freien, und nicht als hättet keine Veränderung, noch Wechsel des ihr die Freiheit zum Deckel der Bos­heit, sondern als die Knechte Gottes. Thut Ehre jedermann! Habt die Brüder lieb! Fürchtet Gott! Ehrt den König!

Epistel, Jal. 1, B. 17-21.

lichts und Finsternis. Er hat uns gezeugt nach feinem Willen durch das Wort der Wahrheit, auf daß wir wären Erstlinge seiner Kreaturen. Dar­um, lieben Brüder, ein jeglicher Mensch sei schnell zu hören, langsam aber zu reden und langsam zum Zorn. Denn des Menschen Zorn thut nicht, was vor Gott recht ist. Darum so legt ab alle Unsauberkeit und alle Bosheit, und nehmt das Wort an mit Sanftmut, das in euch gepflanzt ist, welches kann eure Seelen selig machen.

Evangelium am 4. Sonntage nach Ostern( Cantate),

Joh. 16, V. 5-15.

Nun un aber gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat, und niemand unter euch fragt mich: Wo gehst du