Erster Theil. Theil. Vom Wesen Gottes
Mel Liebfter Jefu, wir find bier.
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4.
err, mein Licht! erleuchte
12. He mich, daß ich mich und 13.
Dich erfenne; daß ich voll Bertrauen dich meinen Gott und Vater nenne. Höchfter, laß mich boch auf Erden weise zu bem Himmel werden.
2. Lauter Wahrheit ist dein Wort. Lehre mich es recht verstehen! Hilf felbft meinem Forschen fort, richtig baraus einzusehen, was zu meinem Heil mich führet, und mir, deinem Knecht, gebühret.
8. Aber laß mich nicht allein richtig feinen Sinn verstehen, laß mein Herz folgsam sein, den erkannten
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4. Gib, daß ich den Unterricht deines Wortes treu bewahre; daß ich, was es mir verspricht, reichlich an mir selbst erfahre. Ja, es sei in meinem Leiden mir ein Quell von Troft und Freuden.
uns, Vater, dein im Leben und
im Tode freun.
Gott, mit wildem 2. Ein Haufe Läftrer wagte, o ausgelaßnem
auch
Beg zu gehen. Denn sonst würd Spott, den Heiland, beinen Sohn, ich bei dem Wiffen boppelt Streiche leiden müssen.
zu schmähn, durch den die Himmel einst vergehn.
5. Hilf, daß fich von Zeit zu Zeit meine Kenntnisse vermehren! Find ich manche Dunkelheit bei geheimnißvollen Lehren; laß mich Zweifelsucht entfernen, und in Demuth glauben Lernen.
Mel. bes 100. Pfalms.
er Spötter Strom
reißt viele fort. Erhalt uns, Herr,
bei deinem Wort! So können wir
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3. Ach, ihrer Lehre Peft, o Herr, schleicht fego nicht im Finstern mehr; am Mittag, Herr, bricht fie hervor, und hebt ihr tödtend Haupt empor.
4. Sie herrscht durch Große dieser Welt. Herr, Herr, wenn uns bein Arm nicht hält, so reißt sie uns zum Tod auch fort. Gib Sieg und Leben durch dein Wort!
5. Beschütze uns, Herr Jefu Chrift, der du zur Rechten Gottes bift. Sei unser Schild und starke Wehri Staub ist vor dir der Spötter Heer.
6. Laß mich, Herr, in deinem Licht immer rührender erkennen jener Herrlichkeit Gewicht, und wie glücklich der zu nennen, ber barnach mit Eifer trachtet und die Luft der Welt verachtet.
6. Du haft von Ewigkeit gefehn, wie lange noch ihr Trotz bestehn, und wider dich hier schnauben soll. Bielleicht ist nun ihr Maaß bald voll. leicht 7. D, verleihe mir die Kraft, dei- 7. Ach, wären sie dir, Herr, nem Bort gemäß zu handeln und vor bir gewissenhaft als bein trenes Kind uwandeln; so wird einft in jenem Leben mich ein hellres Licht umgeben.
versöhnt! fie, deren Spott dich so verhöhnt! Ach gib, daß vor der Todesnacht zur erusten Ren thr Geift erwacht.
2) Vom Wesen Gottes und seinen Vollkommenheiten.
Mel. D Gott bu frommer Gott.
laß mich stets vor bir voll Chrerbletung fein.
14.
ubetungswirdger Gott!
mit Ehrfurcht ftets zu 2. Du bist das höchste Gut; bu nennen, du bist unendlich mehr, als weißt von keinem Leide; ftets ruhig wir begreifen können. O flöße mei- in bir felbft schmeckst du vollkommnt nem Geift die tiefste Demuth ein, und Frende. Dein ist die Herrlichkeit.


