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Psalter und Harfe. 1
Entstehung
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Wie wird uns seyn, wenn durch die Himmelsräume Wir Hand in Hand mit Sel'gen uns ergehn, Am Strom des Lebens, wo die Lebensbäume Frisch wie am dritten Schöpfungstage wehn; Da, wo in ew'ger Jugend nichts veraltet, Nicht mehr die Zeit mit scharfem Zahne nagt, Da, wo kein Auge bricht, kein Herz erkaltet, Kein Leid, kein Schmerz, kein Tod die Sel'gen plagt.

Wie wird uns seyn, wenn jeder Blick zur Erde, In's dunkle Thal, das uns zu Füßen liegt, Und jeder Blick auf jegliche Beschwerde, Die wir, im Glauben wallend, einst besiegt, Die Herrlichkeit des Himmels uns verkläret, Und den Genuß des Friedens sel'ger macht, Die Freude würzet und die Liebe nähret Zu dem, der herrlich uns hindurch gebracht.

Wie wird uns seyn? O was kein Aug' gesehen, Kein Ohr gehört, kein Menschensinn empfand, Das wird uns werden, wird an uns geschehen, Wenn wir hineinziehn in's gelobte Land. Wohlan, den steilen Pfad hinangeklommen Es ist der Mühe und des Schweißes werth, Dahin zu eilen und dort anzukommen,

Wo mehr, als wir verstehn, der Herr bescheert.

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