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Psalter und Harfe. 1
Entstehung
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158.

Wie wird uns seyn, wenn wir mit Beben lauschen Dem höhern Chor, der uns entgegentönt, Wenn goldne Harfen durch die Himmel rauschen Das Lob des Lammes, das die Welt versöhnt; Wenn weit und breit die heil'ge Gottesstäte Vom Halleluja der Erlös'ten schallt, Und dort der heil'ge Weihrauch der Gebete Empor zum Thron des Allerhöchsten wallt.

Wie wird uns seyn, wenn nun dem Liebeszuge Zu dem, der uns den Himmel aufgethan, an de Mit ungehalt'nem, sehnsuchtsvollem Fluge Die frei gewordne Seele folgen kann; Wenn nun vom Aug' des Glaubens lichte Hülle Wie Nebel vor der Morgensonne fällt, Und wir den Sohn in seiner Gottesfülle Erblicken auf dem Thron, als Herrn der Welt.

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Wie wird uns seyn, wenn wir ihn hören rufen: Kommt, ihr Gesegneten! Wenn wir, im Licht 3 Dastehend an des Gottesthrones Stufen, Ihm schauen in sein gnädig Angesicht;

Die Augen sehn, die einst von Thränen flossen Um Menschennoth und Herzenshärtigkeit, Die Wunden, die das theure Blut vergoffen, a Das uns vom ew'gen Tode hat befreit.

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