Bei Einführung eines Schullehrers. 261
Ernst und Sorgfalt sich be- zu weihn!- laß treuen Fleiß müh'n, der Kinder Herz im Lehrgeschäfte ihr wahvon seinen Fehlern,- und ihren Geist von Thorheit wegzuzieh'n! welche Saat O wird hier durch sie gestreut!- sie feimt empor für Zeit und Ewigkeit!
rer Ruhm und ihre Wonne sein!- erfülle sie mit Achtung für ihr Amt,
aus
dem das Heil so vieler Seelen stammt!
ler
2. Bedauernswürdig sind die Seelen, die unbelehrt durch dieses Leben gehn.- Wie fönnten sie das Gute wählen, wenn sie nicht auch das Licht der Wahrheit sehn! Wo bleibt ihr Werth? wo bleibet ihre Kraft, mit frohem Muth zu thun, was Nuzzen schafft?
6. Gib, daß sie immer hel sehen; ler sehen;- was wahr und schön, was ehrbar ist und gut; und immer auf dem Pfa= de gehen, auf dem dein Blick mit Wohlgefallen ruht! ihr Beispiel sei so wie ihr Unterricht, Unterricht,- für jedes Kind ein unbewölktes Licht!
1
-
-
-
3. Preis dir, der du schon der Jugend- auch unauch unter uns mit Baterhuld gedenkst, und sie zur Weisheit und zur Tugend hier immer noch durch treue Führer lenkst! wie gern, o Gott! wie hoch erfreuest du! selbst aus den Schulen strömt uns Freude zu.
4. Wir seh'n der Zukunft froh entgegen, wenn unser Blick auf gute Kinder fällt.- Durch sie verbreitet sich dein Segen einst weit umher in deiner Menschenwelt, und naht uns gleich der Tod sich auf dein Wort, sie seßen doch dein Werk auf Erden fort.
--
—
—
-
-
5. Drum gib auch stets den Lehrern Kräfte, und regen Trieb, die Kinder dir
-
-
—
-
7. Laß sie durch Ernst dem Leichtsinn wehren, durch Freundlichkeit die Herzen an sich ziehn, und auch durch Strafe noch belehren,- und sorgsam selbst den Schein des Unrechts fliehn!- Religion und reine Sittlichkeit ver= breite sich durch sie zu jeder Zeit!
8. Dwelche Pflichten! welche Würde! Allgütiger! steh' jedem Lehrer bei!- erleicht're seines Amtes Bürde, da
mit er stets getroft und heiter sei!- gib auch uns ein O Herz, das gern ihn ehrt; das dankbar ist, und seine Freuden mehrt!
-
-
—
9. Wenn ihn des Tages Lasten drücken, wenn Unmuth schon in seine Seele schleicht;- dann laß ihn jenen Lohn erblicken, den
34**


