Bußandacht.
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vorherrschende Neigung hast, ausnehmen, so würdest bu die Sünde noch lieben, dein Herz würde noch an der Sünde hängen, und eine Rückkehr zur Liebe Gottes, die mit dem Hasse gegen das beginnt, was Gott mißfällig ist, wäre nicht möglich, und darum auch keine Aussöhnung mit Gott. Der Sünder, der Verzeihung von Gott erhalten will, muß allen Sünden und aller Liebe zur Sünde entsagen.
nin, Wer Sünde thut, der ist kein Kind Gottes." 1. Johs. 3, 10.
,, Wer das ganze Gesetz hält, aber nur ein Gebot übertritt, der verschuldet sich an allen." Jac. 2, 10.
3) Die Reue, vorzüglich über schwere Sünden, muß höchst groß sein, d. h. wir müssen die Sünden mehr mißbilligen, verabscheuen und hassen, als jedes andere Uebel auf Erden. Wer also noch bereit ist, die Sünde zu begehen, um dadurch ein zeitliches Unglück von sich abzuwenden, einen Vortheil zu gewinnen, der hat nicht die erforderliche Reue; denn sein Herz und sein Wille sind noch der Sünde zugewendet und nicht zu Gott gekehrt; ein solcher denkt nicht: Es ist besser daß ich sterbe, als daß ich gegen meinen Gott sündige;" wie der wahrhaft Reumüthige denken muß.
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4) Die Reute muß übernatürlich sein, d. h. Kraft der göttlichen Gnade und aus Beweggründen des Glaubens erweckt werden. Diese Gnade erflehen wir mit inbrünstigem Gebete von Gott, welcher sie Niemanden versagt, der sich bekehren will. Was die Beweggründe der Reue angeht, so müssen sie übernatürlich sein und Bezug auf Gott haben. Denn ein blos natürlicher Beweggrund, d. h. ein solcher, der sich aus den zeitlichen Folgen der begangenen Sünden ergibt, z. B. wenn man die Sünde bereut,


