Bußandacht.
zu heißen! Mach' dich auf, um in der Zerknirschung deiner Seele Verzeihung von Gott zu erflehen.
g. Der reumüthige Sohn hat seinen Entschluß gefaßt, und er zögert nicht ihn auszuführen. Sein Herz drängte ihn, sein gegen den Vater begangenes Unrecht so bald als möglich wieder gut zu machen. Er will es nicht durch Verzögerung seiner Rückkehr vergrößern. Er verläßt die Knechtschaft, in der er bisher geschmachtet, um in die Arme seines Vaters zurückzukehren. Darf er auch nicht erwarten, den früheren gütigen und milden Vater in ihm wiederzufinden, so wird er doch, hofft er, einen gnädigen Herrn an ihm haben, der ihn nicht härter behandeln wird, als er seine Taglöhner zu behandeln pflegt.
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Erkennst du, o Sünder, mit Schmerz und Reue die Beleidigung, die du gegen Gott, deinen himmlischen Vater, begangen; fühlst du die Noth und das Elend, in das dich die Sünde geführt; empfindest du die harte Knechtschaft, unter der du im Dienste der Sünde seufzest: o so fasse den Entschluß, dich loszuringen von den Fesseln, die du trägst, kehre zurück zu deinem Vater, zu deiner Freiheit, zu deinem Glücke! h. Der reumüthige Sohn hat seinen Entschluß ausgeführt, er steht beschämt vor seinem Vater, dem er schmerzerfüllt das Bekenntniß ablegt: ,, Vater, ich habe gesündigt" u. s. w. Wird der beleidigte und gekränkte Vater den Rückkehrenden aufnehmen, wird er ihm verzeihen und seine Liebe aufs neue zuwenden? Ach, das Vaterherz kann sich nicht verleugnen! Er hat nicht aufgehört, den ungehorsamen Sohn zu lieben, er hat sich nach seiner Rückkehr gesehnt: wie sollte er nun den reumüthig zurückkehrenden, sein Unrecht erkennenden und bekennenden Sohn nicht lies
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