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Verbessertes Gesangbuch zum Gebrauch bei dem öffentlichen Gottesdienste sowohl als zur Privat-Erbauung
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Am 18. Sonntage nach Trinitatis.

auf daß, wenn da kommt, der dich geladen hat, spreche zu dir: Freund rücke hinauf; dann wirst du Ehre haben vor denen, die mit dir zu Tische sitzen. Denn wer sich selbst erhöhet, der soll erniedriget werden; und wer sich selbst erniedriget, der soll erhöhet werden.

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Epistel, Ephes. 4, v. 1-6.

So ermahne nun euch ich Gefangener in dem Herrn, daß ihr wandelt, wie sichs gebühret eurem Beruf, darin ihr be­rufen seid mit aller Demuth und Sanftmuth, mit Geduld und vertraget einer den andern in der Liebe und seid fleißig zu halten die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens. Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid auf allerlei Hoffnung eures Berufes. Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater( unser) Aller, der da ist über euch Alle, und durch euch Alle und in euch Allen.

Evangel. am 18. Sonnt. nach Trinit., Matth. 22, v. 34-46.

Da aber die Pharisäer höreten, daß er den Sadducäern das Maul gestopft hatte, versammelten sie sich. Und einer unter ihnen, ein Schriftgelehrter, versuchte ihn, und sprach: Meister, welches ist das vornehmste Gebot im Gesetz? Jesus aber sprach zu ihm: Du sollst lieben Gott, deinen Herrn, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüth. Dies ist das vornehmste und größte Gebot. Das andere aber ist dem gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben, als dich selbst. In diesen zwei Geboten hanget das ganze Gesetz und die Pro­pheten. Da nun die Pharisäer bei einander waren, fragte sie Jesus, und sprach: Wie dünkt euch um Christo? Weß Sohn ist er? Sie sprachen: Davids. Er sprach zu ihnen: Wie nennet ihn denn David im Geist einen Herrn, da er faget: Der Herr hat gesagt zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis daß ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Füße? So nun David ihn einen Herrn nennet, wie ist er denn sein Sohn? Und Niemand konnte ihm ein Wort antworten und durfte auch Niemand von dem Tage an hinfert ihn fragen. Epistel, 1. Cor. 1, v. 4-9.

Ich danke meinem Gott allezeit eurenthalben für die Gnade Gottes, die euch gegeben ist in Christo Jesu, daß ihr seid durch ihn in allen Stücken reich gemacht an aller Lehre, und in aller Erkenntniß, wie denn die Predigt von Christo in euch kräftig worden ist, also, daß ihr keinen Mangel habt an irgend einer Gabe, und wartet auf die Offenbarung unseres Herrn Jesu Christi. Welcher auch euch wird fest behalten bis ans Ende, daß ihr unsträflich seid auf den Tag unsers Herrn Jesu Christi. Denn Gott ist treu, durch welchen ihr berufen