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Erster Theil.
Vom Wesen Gottes
dein Verstand hervorgebracht. Du stehet eilend da, was noch zuvor kein brauchst, o unerschaffnes Licht, der Menschen Rath und Beistand nicht.
4. Was du zu thun dir vorgenommen, das kommt unfehlbar auch zur That. Wenn tausend Hindernisse kommen, so triumphirt dein hoher Nath. Du kennst und wählst zu deinem Zweck beständig, Gott, den besten Weg.
5. Die Menge so verschiedner Willen, wo dieser hier, der darauf fällt, muß immer doch den Schluß erfüllen, den sich dein Wille vorbehält, der aller Feinde stolzen Wahn als Unvernunft beschämen kann.
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6. Weisheit! decke meiner Seele die angeborne Thorheit auf, damit fie dich zum Leitstern wähle in ihrem foust verwirrten Lauf. Ich weiß den Weg des Friedens nicht; o gönne mir dein sichres Licht.
6. Was für ein Wunder deiner 7. Du hast mich durch mein ganzes Macht wird unser Aug einst sehen, Leben nach deinem flugen Rath ge-[ wenn nach der langen Grabesnacht führt. Mein Geist muß dir die Ehre die Todten auferstehen, wenn du von geben, daß du aufs beste mich re- unserm Staub den Rest zu neuen giert. Leit ferner mich durch Welt Körpern werden läss'st. und Zeit bis zu der frohen Ewigkeit.
7. Allmächt'ger, mein erstaunter Geist, wirft sich vor dir darnieder. Die Ohnmacht, wie du selber weißt, umgibet meine Glieder. Mach mich zum Zeugen deiner Kraft, die aus dem Tode Leben schafft.
8. Dzünd in mir den Glauben an, der deine Macht ergreifet, der stark und mächtig werden kann, wenn Gib, daß er auf dich sich steifet. ich traue deiner Kraft, die alles kann und alles schafft.
Von der Allmacht Gottes. Mel. Machs mit mir Gott nach.
26. S
H
Auge fah.
3. Du hast dein großes Schöpfungswerk allmächtig ausgeführet. Es blei bet stets dein Augenmerk und wird durch dich regieret. Noch immerhin besteht die Welt, weil dein allmächtig Wort sie hält.
4. Die Menge vieler Wunder zeigt, daß, Schöpfer, dein Vermögen weit über die Gesetze steigt, die die Natur bewegen. Du bleibst ihr Herr, und ihren Lauf hebst du nach weiser Willkür auf.
5. Wer deiner Gnade folgsam wird, sein Herz zum Guten neiget, und wenn er sich von dir verirrt, vor dir sich innig beuget: o, dem vergibst du Sünd und Schuld, mit allmachtsvoller Gnad und Huld!
err, deine Allmacht
reicht so weit, als selbst dein We
sen reichet. Nichts ist, das deiner Herrlichkeit und deinen Thaten
gleichet. Es ist kein Ding so
groß und schwer, das dir zu thun
Von der Allgegenwart Gottes.
Mel. von Nr. 16.
27. großer Gott! der alle Ding erfüllet, vor dessen Blick fein Dunkel uns umhüllet, wohin soll ich vor deiner Allmacht gehn? und wohin fliehn, vor dir, Herr, ungesehn?
unmöglich wär,
2. Könnt ich auch schnell mich zu den 2. Du sprichst, und auf dein mäch- Wolken schwingen, und wieder schnell tigs Wort fällt alles dir zu Füßen. bis in die Tiefe dringen: so hielte mich) Du führest deinen Anschlag fort bei doch deine Hand auch da; denn mo allen Hindernissen. Du winkst, so ich bin, da bist du, Herr, mir nah


