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Evangelisches Gesangbuch : nach Zustimmung der Provinzialsynode vom Jahre 1884 zur Einführung in der Provinz Brandenburg / mit Genehmigung des Evangelischen Oberkirchenrates herausgegeben vom Königlichen Konsistorium
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2. Wer ist ein Mann? Wer glau­ben kann Inbrünstig, wahr und frei; Denn diese Wehr bricht nimmer­mehr, Die bricht kein Mensch entzwei.

Geistliche Volkslieder.

3. Wer ist ein Mann? Wer lie­ben kann

Von Herzen fromm und warm: Die heilge Glut giebt hohen Mut Und stärkt mit Stahl den Arm 4. Dies ist der Mann, der strei­

ten kann

Für Weib und liebes Kind; st Der kalten Brust fehlt Kraft und Lust,

Und ihre That wird Wind.

5. Dies ist der Mann, der ster­

ben fann Für Freiheit, Pflicht und Recht; Dem frommen Mut deucht alles gut, Es geht ihm nimmer schlecht.

6. Dies ist der Mann, der ster­ben kann

Für Gott und Vaterland, Er läßt nicht ab bis an das Grab Mit Herz und Mund und Hand.

7. So, deutscher Mann, so, freier Mann, Mit Gott dem Herrn zum Krieg! Denn Gott allein kann Helfer sein, Von Gott kommt Glück und Sieg.

E. M. Arndt, 1860.

38.

Wer nur mit seinem Gott ver­reiset,

Der findet immer Bahn gemacht, Weil er ihm lauter Wege weiset, Auf welchen stets sein Auge wacht.

Hier gilt die Losung früh und spat: Wohl dem, der Gott zum Führer hat.

2. Gott hat sich gar zu sehr ver­bunden, Daß er will bei den Seinen sein; Kein Ort wird in der Welt gefun­den,

Er zieht mit ihnen aus und ein Durch Feuers- und durch Was­sersnot,

Auch selbsten mitten durch den

Tod.

3. Er leitet uns mit seinen Augen, Er gängelt uns mit seiner Hand. Wenn Luft und Wetter nicht mehr taugen,

Ja seine Liebe kann allein So überdeckt uns sein Gewand; Der beste Schirm im Sturme sein. 4. Wir reisen, Herr, in deinem Namen:

Sei du Gefährte, Weg und Stab. Die Helden, die zu Jakob kamen, Send auch zu unserm Schuß herab; Mach Aus- und Eingang so be glückt, Daß uns kein Fall das Ziel ver­

rückt.

5. Fleib bei uns, wenns will Abend werden;

Gieb Licht durch deine Gegenwart, Sei unser Leitstern hier auf Erden; Und ist der Kreuzsteg schwer und hart,

So tröst uns mit der Rosenbahn, Die man dort oben wandeln kann. 6. Wirst du mit uns auf diesem Wege

Durch deinen Schuß und Leitung sein

Und auch indessen deine Pflege Den Hinterlassenen verleihn,