Geistliche Volkslieder.
Verkündigt Weisheit und Ordnung und Stärke Dir nicht den Herrn, den Herrn der Welt?
4. Kannst du der Wesen unzähl bare Heere, Den kleinsten Staub fühllos beschaun? Durch wen ist alles? O gieb ihm die Ehre! Mir, ruft der Herr, sollst du vertraun.
5. Mein ist die Kraft, mein Him
mel und Erde, An meinen Werken kennst du mich. Ich bins und werde sein, der ich sein werde,
Dein Gott und Vater ewiglich. 6. Jch bin dein Schöpfer, bin Weisheit und Güte, Ein Gott der Ordnung und dein Heil;
Ich bins, mich liebe von ganzem Gemüte Und nimm an meiner Gnade teil. Ch. F. Gellert, † 1769.
7.
ie Sach ist dein, Herr Jesu Christ,
Die
Die Sach, an der wir stehn, Und weil es deine Sache ist, Kann sie nicht untergehn. Allein das Weizenkorn, bevor Es fruchtbar sproßt zum Licht em
por,
Wird sterbend in der Erde Schoß Vorher vom eignen Wesen los; Im Sterben los,
Vom eignen Wesen los.
2. Du gingst, o Jesu, unser Haupt, Durch Leiden himmelan
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Und führest jeden, der da glaubt, Mit dir die gleiche Bahn. Wohlan, so führ uns allzugleich Zum Teil am Leiden und am Reich;
Führ uns durch deines Todes Thor Samt deiner Sach zum Licht empor;
Zum Licht empor Durch deines Todes Thor.
S. Preiswert, † 1871.
8.
Ein getreues Herze wissen Hat des höchsten Schaßes Preis. Der ist selig zu begrüßen, Der ein treues Herze weiß. Mir ist wohl beim höchsten Schmerze, Denn ich weiß ein treues Herze. 2. Läuft das Glücke gleich zu Zeiten Anders, als man will und meint, Ein getreues Herz hilft streiten Wider alles, was ist feind. Mir ist wohl beim höchsten Schmerze,
Denn ich weiß ein treues Herze.
3. Sein Vergnügen steht alleine In des andern Redlichkeit, Hält des andern Not für seine, Weichet nicht bei böser Zeit. Mir ist wohl beim höchsten Schmerze, Denn ich weiß ein treues Hérze. 4. Gunst die fehrt sich nach dem Glücke,
Geld und Reichtum, das zerstäubt, Schönheit läßt uns bald zurücke; Ein getreues Herze bleibt. Mir ist wohl beim höchsten Schmerze, Denn ich weiß ein treues Herze.


