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Bestimmung des Buchs besonders reich besetzt sind, eine größere Freiheit in der Auswahl geboten oder doch möglich war. Doch habe ich hinsichtlich der auch als Gebete zu gebrauchenden Lieder bei der Auswahl denjenigen den Vorzug gegeben, welche durch Schlichtbeit und Einfalt sich auszeichnen, wenn sie auch gegen manche andere ausgeschlossene an poetischem Werthe etwa zurückstehen sollten. Gerade im Gebete soll nichts vorkommen, was im Munde des Betenden eine Phrase sein würde.
Derselbe Bestimmungsgrund hat mich auch bei der Auswahl im zweiten Theile des Breviers, welcher die eigentlichen Gebete, meist ältere bewährte, nur wenige neuere und von mir selbst herrührende enthält, .geleitet. Was die Redaktion derselben betrifft, so find ähnliche Grundsäße wie bei jener der Lieder, nur noch strenger, in Anwendung gekommen. Denn der ein Gebet Lesende verweilt viel mehr bei dem Einzelnen und kann weit leichter durch das Anstößige um seine Andacht gebracht werden, als der Singende, der mehr unter dem Gesammteindrucke des Liedes steht und durch den Schwung des Rhythmus und der Melodie über Ecken und Anstöße hinweggehoben wird.
Die Kinder und Schulgebete habe ich auf ausdrücklichen Wunsch von Aeltern und Lehrern hinzugefügt, welche entweder besondere Sammlungen nicht batten oder mit den in manchen derselben gebotenen unkindlichen Gebeten sich nicht befreunden mochten.


