48
Pfingstlieder.
6. Schlage deine Flammen über uns zusammen, wahre Liebesgluth; Laß dein sanftes Wehen auch bei uns geschehen, dämpfe Fleisch und Blut:
Laß uns doch das Sündenjoch nicht mehr wie vor diesem ziehen, und das Böse fliehen.
7. Gib zu allen Dingen Wollen und Vollbringen, führ uns ein und aus: Wohn in unsrer Seele, und des Herzens Höhle sei dein eigen Haus.
Werthes Pfand, mach uns bekannt, wie wir Jesum recht erkennen und Gott Vater nennen.
62.1
8. Mach das Kreuze süße, und in Finsternisse sei du unser Licht; Trag nach Zions Hügeln uns mit Glaubensflügeln und verlaß uns nicht,
Wenn der Tod, die letzte Noth, mit uns will zu Felde liegen, daß wir fröhlich siegen.
9. Laß uns hier indessen nimmermehr vergessen, daß wir Gott verwandt. Dem laß uns stets dienen, und im Guten grünen als ein fruchtbar Land,
Bis wir dort, du werther Hort, bei den grünen Himmelsmaien ewig uns erfreuen.
Benj. Schmalck. † 1737.
Crüger. 1653.
1.
Beuch ein zu deinen Thoren, sei mei- nes Her- zens Gast, ( Der du, da ich ge- bo- ren, mich neu ge boren hast.
O hoch- ge- liebter Geist des Vaters und des Soh- nes,
65
mit bei den glei- ches Thro- nes, 2. Beuch ein, laß mich empfinden und schmecken deine Kraft, Die Kraft, die uns von Sünden Hilf und Errettung schafft.
4. Du bist ein Geist der Freuden, das Trauern liebst du nicht, Erleuchtest uns im Leiden mit deines Trostes Licht.
Entsündge meinen Sinn, daß ich mit reinem Geiste dir Ehr und Dienste leiste, die ich dir schuldig bin.
Ach ja, wie manchesmal hast du mit süßen Worten
3. Du bist ein Geist, der lehret, mir aufgethan die Pforten wie man recht beten soll, zum güldnen Freudensaal! Dein Beten wird erhöret, dein Singen klinget wohl:
Es steigt zum Himmel an, es steigt und läßt nicht abe,
mit bei den gleich ge= preist. bis der geholfen habe, der Allen helfen kann.
5. Du bist ein Geist der Liebe, ein Freund der Freundlichkeit, Willst nicht, daß uns betrübe Born, Bank, Haß, Neid und Streit.


