und steigt, desto näher kommt die Seele der andern Welt, die sich um so mehr ihr öffnet. Nur ganz auserlesene Seelen kommen dazu; es ist ihnen der süße Lohn für heroisches Kämpfen, Lieben und Leiden."
VI
Wie sollte denn zwischen Erde und Fegfeuer keine persönliche Annäherung stattfinden können, wenn die Heiligen im Himmel mit denen auf Erden so trauten Umgang pflegen können in Belehrung, Rat, Trost und Hülfe? Ist es nicht die gleiche Gemeinschaft der Heiligen", wenn das Ähnliche geschieht zwischen Himmel und Fegfeuer, wie zwischen Fegfeuer und Erde! Besteht ja doch zwischen Erde und Fegfeuer eine innige, mächtige Liebe; auf der einen Seite begleitet von Mitleid und Dankbarkeit, auf der andern von unbeschreiblich großer Not und Hülfsbedürftigkeit. Darum sagt der hl. Augustinus in heiliger Rührung: Meine fromme Mutter ist für mich nicht gefühllos geworden in ihrer Ewigfeit, daß fie feinen Trost hätte für ihren Sohn, wenn irgend etwas sein Herz bedrückt, für ihren Sohn, den sie so zärtlich liebte, den sie nicht traurig sehen konnte."
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Der zwar unendlich gerechte, aber auch allbarmherzige Vater im Himmel will und verlangt diesen lebhaften und fortgesetzten Verkehr zwischen Erde und Fegfeuer und umgekehrt. Er läßt Fegfeuerstimmen in den verschiedensten Klängen auf die Erde dringen,


