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Allgemeines evangelisches Gesangbuch für das Großherzogthum Hessen
Entstehung
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heit, deiner Macht; du kannst viel tausend Wege finden, wo die Vernunft sie nie ge dacht. Aus Finsterniß bringst du das Licht; dir folgen, sei stets unsre Pflicht.

4. Drum will ich mich dir überlassen mit Allem, was ich hab' und bin; und kann ich auch nicht alles fassen, so trau ich dir mit frohem Sinn. Der Ausgang macht mir endlich klar, daß stets dein Rath voll Güte war.

5. Gib, daß dieß mein Vertrauen mehre in Glück ind Unglück, Freud' und Leid; denn alles wirkt zu deiner Ehre und meiner Seele Seligkeit, und einst preis' ich vollkommen die ch, und freue

deiner ewi

mi

Mel. arum sollt ich mich

66 0 Dei zufrieden, mein

Gemuͤthe! Gott

st gut; was er thut, ist voll

Lied' und Guͤte. Er nur weiß

in allen Sachen, groß von

Rath, wie von That, alles wohl zu machen.

2. Beides, Erd' und Him⸗ h mel, preisen seine& Nacht; Tag und Nacht müssen sie bewei⸗ sen. Sonn' und Mond, das Heer der Sterne, was sich regt und bewegt, lobt ihn nah und ferne.

3. Schau die Werke seiner Hände, Mensch und Thier melden dir seinen Ruhm ohn' Ende. Was wir noch so klei⸗

Vorsehung.

nes nennen, Gras und Laub, selbst der Stauh, gibt ihn erkennen.

4. Was auf Berger und in

Gruͤnden, in der Hoͤh', in der See, oder. zu fin⸗ den, ruͤhmt die Weisheit sei⸗ ner Werke; jeder Wurm, Wind und Sturm preisen seine Staͤrke. 5. Sollt' ich denn nicht ihn erheben? Wie so gar wunderbar gab er mir das Leben! Was ich hab', ist sein Geschenke, auch der Geist, der ihn preist, mit dem ich ihn denke.

6. Wie mich sein getreues Sorgen Tag und Nacht nimmt in Acht, das zeigt jeder Morgen. Ja, kein Au⸗ genblick verschwindet, der mich nicht, Gott, mein Licht! dir zum Dank verbindet.

7. Setzten mir des Kreu⸗ zes Plagen heftig zu, so halfst du, o mein Gott! sie tragen. War kaum noch Geduld vor⸗ shaßt. deine Kraft hat ge⸗ schafft, daß ich uͤberstanden.

8. Nun, mein Herz! das

hat schon lange Gott gethan;

denke dran, wird dir jemals bange, als wollt' er dich ganz verlassen. Es geschicht wahr⸗ lich nicht; er kann dich nicht hassen.

9. Drum ergib dich sei⸗ nem Willen, heiße gut, was er thut, er wird's auch er⸗ fuͤllen. Denn er ist in allen Sachen groß von Rath, wie von