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Gesangbuch für die Berggemeinde der Herrschaft Itter
Entstehung
Seite
681
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Gebete und Andachten. 681

wenige sind die Tage des Kummers gegen die unbe graͤnzte Dauer der Freuden, die Gott uns bereitet! Wie bald oͤffnet sich der Himmel, uns in seinen er⸗ quickenden Schoos aufzunehmen! Was betruͤbst du dich darum, meine Seele? Harre auf Gott, dann werde ich ihm noch danken, daß er meines Angesichts Hilfe und mein Trost ist. Amen.

Gebet eines Kranken.

Großer Gott! himmlischer Vater! weiser Regierer aller Schicksale deiner Geschoͤpfe! wie getrost sind wir in der Ueberzeugung, daß wir in Allem, was uns be⸗ gegnet, unter dir stehen, der Alles, selbst widrige Schicksale, zu unserm Besten lenket, der das Schreyen der Elenden hoͤret, und ihnen mit seiner Hilfe nahe ist, wenn sie dieselbe mit glanbigem Herzen begehren. Auch das ist mein einziger Trost auf meinem Kranken⸗ lager, auf dem ich jetzt unter Schmerzen seufze, und die Hinfaͤlligkeit meines kebens erfahre; denn ich weiß⸗ du werdest mir Schwachen nicht mehr auflegen, als ich zu ertragen im Stande bin, die Last dieser Krankheit durch deinen Beystand mir ertraͤglich machen, und auch diesem traurigen Schicksale eine Wendung zu meinem Besten geben. Zu dir sehe ich daher auf, der allein helfen kann, und dessen Hilfe mir immerhin, wenn ich sie erflehete, nahe war; denn du hast mich bisher stets vaͤterlich geleitet, mir so manche Freude gewaͤhret, und mehr Gutes gethan, als ich bitten und verstehen konnte; auch Alles, was mir jemals Leid, Unruhe und Schmerz verursachte, hast du immer wie⸗ der gnaͤdig abgewendet, und mir auch in meiner bis⸗ herigen Krankheit Augenblicke der Erholung und Ruhe gegoͤnnet, und bewiesen, daß deine Kraft in den Schwachen maͤchtig sey. Barmherziger Gott! das Alles erkenne ich mit dem geruͤhrtesten Danke, das beruhigt meine Seele, das staͤrkt mich in dem Ver trauen:? du werdest mich auch ferner auf meinem Krankenlager nicht verlassen, sondern mir mit deiner Hilfe nahe seyn. Weiser Helfer! ich kann dir wegen

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