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Gesangbuch für die Berggemeinde der Herrschaft Itter
Entstehung
Seite
678
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678 Gebete und Andachten.

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Danklagung nach dem Genusse des heiligen Abendmahls.

Psalm 119. V. 7. 8.Ich will dir danken mit rechtschaffenem Herzen, wenn du mich leh⸗

ren wirst die Rechte deiner Gerechtigkeit.

Deine Verordnungen will ich haiten; ver⸗ laß mich nimmermehr.

Gott, mein Erbarmer! durchdrungen von dem in⸗

nigsten Gefuͤhle deiner Barmherzigkeit falle ich vor dir

nieder, dir zu danken fuͤr die Gnade, mit welcher du dich meiner Seele angenommen hast. Großes hast du an mir gethan, das erkennet meine Seele wohl. Ich habe das Fest meiner Erloͤsung gefeyert, ich habe das Gedaͤchtniß des Kreuzestodes Jesu erneuert. Dadurch ist das ganze Verdienst Jesu, der ganze Segen sei nes Todes über meine Seele gekommen. Nun kann ich nicht verderben, wohl mir! Nun habe ich Friede mit Gott durch unsern Herrn Jesum Christum, der mir in der Zusicherung des goͤttlichen Beystandes und Segens zu meinem niederen Erdengluͤcke und in der freudigen Aussicht auf das vollkommenste Gluͤck der Ewigkeit wahre Beruhigung scheukt. Freue dich des sen, meine Seele! und vergiß nicht, was dir der Herr Gutes gethan hat, der dein Leben vom Verderben erloͤset, der dich mit Gnade und Barmherzigkeit kroͤnet, Ja! Dank und Anbetung dir, dem Ewigen, dessen Gnade so groß ist! Dank und Anbetung dir, dem grotzen Seelenfreunde, durch dessen Blut ewiger Friede und Seligkeit wieder gestiftet worden ist! Vergelten kann ich dir nie die ungussprechliche Wohlthat, die du mir von neuem erwiesen hast. Eins nur kann ich mich derselben durch ein dir gefaͤlliges keben wuͤrdig machen das ist mein einziger Dank, und dazu haͤbe ich mich heute feyerlich verpflichtet. Ja! bey dem Blute Jesu habe ich gelobet, daß ich, o Gott! die Rechte deiner Gerechtigkeit halten, daß ich Alles, was deinen heiligen Befehlen zuwider ist, unterlassen,

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