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Gesangbuch für die Berggemeinde der Herrschaft Itter
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662
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64²½ Gebete und Andachten.

wichtige Geschaͤft an; du aber, o mein Gott! stehe mir bey, und segne mich, damit mein Unternehmen elinge. Du hast mir zugesagt: Ich will mit dir seyn, ich will dich mit meinen Augen leiten, und dir den Weg zeigen, den du wandeln sollst. So thue es denn, gutigster Vater! ich uͤbergebe mich ganz an dich, und erwarte Alles von dir, Alles, was mich hier zeitlich und dereinst ewig begluͤckt. Und was denn nun auch heute mir begegnen sollte, Freude oder Leid, das will ich Alles aus deiner Vaterhand mit Dankbarkeit und mit Geduld annehmen; denn du bist ja mein Gott, ich bleibe stets an dir. Ich weiß, du fuͤhrest mich bey meiner rechten Hand, du leitest mich nach deinem Rath und nimmst mich endlich zu ewigen Ehren an. Befe⸗ stige diesen Glauben in mir Und in allen Menschen, und sey uns Allen im beben und im Sterben gnaͤdig um Jesu Christi meines Heilandes willen. Amen.

V

Abendandacht am Mittwochen.

Hohelied Salom.§. V. 2.Ich schlafe, aber mein Herz wachet.

Ja! so soll es seyn! meine Seele soll auch jetzt, da ich zum Schlafe mich angeschickt habe, noch erst an Gott denken, der mich liebet, und an meinen Seelenfreund Jesum, der sich meiner herzlich angenommen hat.

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Auch wenn ich nun einschlafen werde, so soll mein

Herz zu ihm wachen. Er liebet mich, sollte ich ihn nicht wieder lieben? Das Grauen der Nacht ist schreck⸗ lich, aber mir nicht; es mag's dem Gottlosen seyn,

ich habe in Christo einen gnaͤdigen Gott. In diesem

Gedanken bin ich getrost, und fuͤrchte mich vor Nichts. O! denke ihn, diesen großen Gedanken, meine Seele! Gott ist durch Christum mein gnaͤdiger Gott! Engel denken ihn mit Erstaunen und Anbetung, er ist ihre Wonne und Seligkeit, und auch die deinige, du er⸗ loͤster Christ! Mit diesem Gedanken wache mein Herz

zu Gott, wenn ich nun einschlafe; und wie der Schlaf

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