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Gesangbuch für die Berggemeinde der Herrschaft Itter
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660
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660 Gebete und Andachten.

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ten an mir groß und herrlich gewesen; denn haͤttest du nicht an mich so vaͤterlich gedacht, was wuͤrde aus mir geworden seyn! Haͤttest du nicht meiner so liebreich geschont, on ich wuͤrde bey meinen unzaͤh lichen Vergehungen diesen Tag nicht so gluͤcklich ge⸗ endiget haben. Wer weiß, wie viel Hunderte die heutige Sonne mit Schmerz und mit Thraͤnen haben untergehen gesehen! wie viele jetzt ihr Lager mit Thraͤnen des Kummers netzen! Und ich Gluͤcklicher bin an deiner Hand, bester Vater! vor allen Uebeln bewahrt geblieben, und kann durch deine Gnade mein Haupt ohne Sorgen zur Ruhe hinlegen. Herr, mein Gott! groß sind deine Wunder und deine Gedanken, die du an uns beweisest; dir ist Nichts gleich. Ich

will sie verkuͤndigen, und mit lobender Zunge davon

reden, wiewohl sie nicht zu zaͤhlen sind. Mache nur, 9 Gott! diesen Vorsatz mit jedem Tage meines Lebens immer lebendiger in meiner Seele; dann werde ich dich immer feuriger loben; ich werde in deiner Guͤte immer froͤhlich seyn, und bey Tage und bey Nacht, in Freude sowohl als in Traurigkeit, wird der Ge danke meine Wonne und mein groͤßtes Gluͤck seyn: daß du, herrlicher Gott! durch Jesum Christum mein Herr und mein Gott bist. Mit diesem großen und seligen Gedanken will ich mich nun zur Ruhe begeben, die du nach deiner Guͤte mir goͤnnen wirst. Auch die Erquickung des Schlafs ist ein Geschenk von deiner Guͤte. Wache du uͤber mir, wenn ich schlafe; seh du mein Beschuͤtzer und mein Hort! Dir uͤbergebe ich mich und die Meinigen. Sey mir und allen Menschen gnaͤdig um Jesu Christi deines Sohnes willen. Amen.

Morgenandacht am Mittwochen.

Roͤm. 13. V. II. 12.Die Stunde ist da, auf zustehen vom Schlafe/ die Nacht ist vergall gen, der Tag aber herbeygekommen.

Dieß Wort meines Gottes soll heute mein 9

rungswort seyn! Du, o meine Seele! merke dagre ö hole,

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