4 Am Airchweih-(Resormations⸗) Lesr
Ewigkeit zu
Ewigkeit. Amen.
Luther.
Wid glaͤuben an GOtt ih
Vater, GOtt Sohn und Gott den heiligen Geist. GOtt helfe uns allen, daß wir in solcher Lehre und Glauben bis an unser Ende bestaͤndig und rein erfunden werden. Amen. Luth er.
Am Kirchweih⸗(Nefor⸗ mations⸗) est. O Vater aller Barmher⸗
„zigkeit, der du dir eine heilige Gemeine und Kirche auf Erden durch dein Wort und aäne Geist sammelst und erhaͤltst: ich bitte dich, du wollest deine kleine Heerde, das arme Haͤuflein, so dein Wort durch deine Gnade angenommen, ehret und fördert, bei der rechten, erkannten, reinen und allein seligmachenden Lehre, auch bei rechtem Gebrauche der hochwuͤrdigen Sakramente stets und fest erhalten, wi⸗ der alle Pforten der Hoͤlle, wider alles Wuͤthen und Toben des leidigen Teu⸗ fels, wider alle Bosheit und Tyrannei der argen Welt. Erhalte dein Schiff⸗ lein sammt deinen Christen mitten auf dem ungestuͤ⸗ men Meere unter allen Wellen und Wasserwogen, daß es nicht sinke noch un⸗ tergehe. Laß deine Kirche fest und unbeweglich stehen auf dem Grundfelsen, dar⸗
auf sie erbauet ist. 9 GOtt Zebaoth, wende dich doch/
schaue vom Himmel, und siebe an und suche heim deinen Weinstock, und halte ihn im Bau, den deine Rechte gepflanzet hat, und den du dir festiglich erwaͤh⸗ let hast, auf daß sein Ge⸗ waͤchs ausgebreitet und seine Zweige groß werden; verzaͤune ihn mit deinem Schilde. Nimm uns, deine Schaafe, in deinen Schutz, daß uns niemand aus dei⸗ ner Hand reiße. Behuͤte uns vor allen denjenigen, so da suchen Vertilgung rechter Lehre, Aufrichtung und Bestaͤtigung ihrer schaͤndlichen Abgoͤtterei. Laß dein liebes Wort, das helle und unwandelbare Licht, so uns jetzt scheinet, nicht unterdruͤcket oder ausge⸗ loͤschet werden, sondern thue Huͤlfe durch deinen großen ausgestreckten Arm, und erhaͤlte deine Kirche und Gemeine unter so vie⸗ len Anstöoßen in der Welt, auf daß du unter uns hier auf Erden auch habest ein Volk/ das dich erkenne, ehre und anbete, und deinem hei⸗ ligen Namen diene. Ach HErr, schone deines Volks⸗/ und laß dein Erbtheil nicht zu Schanden werden, laß uns nicht entgelten unsere Suͤnden, der du die Misse⸗ that vormals vergeben hast deinem Volk, und alle ihre Suͤnde bedecket, der du vor⸗ mals hast allen deinen Zorn aufgehoben und dich ge⸗ wendet von dem Grimm deines Zorns. Troͤste uns, GOtt, unser Heiland, uaß 0
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