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Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten von Johann Porst
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215
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von wahrer Bufze.

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denz der Liebe; vergieb die Suͤnd, heil meinen Schmerz, hilf, daß ich mich stets uͤbe in dem, was dir gefällt an mir, und alles Boͤse meide, bis ich hin⸗ fahr zur Engelschaar, da nichts denn lauter Freude.

Johann Heermann. Mel. Aus tiefer Noth 564 zu dir.

264. I will von

Imeiner Mis⸗ sethat zum Erren mi bekehren: du wollest selbs mir Huͤlf und Rath hiezu, o GoOtt, bescheren, und deines guten Geistes Kraft, der neue Herzen in uns schafft, aus Gnaden mir gewaͤhren.

2. Natuͤrlich kann ein Mensch doch nicht sein Elend selbst emyfinden; er ist ohn deines Geistes Licht blind, taub und todt in Suͤnden: verkehrt ist Will, Verstand aund Thun; des min Jammers komm mich nun, o Vater, zu entbinden.

3. Kloyf durch Erkennt⸗ niß bei mir an, und fuͤhr mir wohl zu Sinnen, was Boͤses ich vor dir gethan; du kannst mein Herz ge⸗ winnen, daß ich aus Kum⸗ mer und Beschwer laß uͤber meine Wangen her viel heiße Thraͤnen rinnen.

4. Wie hast du doch auf mich gewandt den Reich thum deiner Gnaden. Mein Leben dank ich deiner Hand, die hat mich uͤberladen mit Ruh, Gesundheit/ Ehr und Brod; du machst, daß mir

noch keine Noth bis hier⸗ her koͤnnen schaden.

5. Hast auch in Christo mich erwaͤhlt tief aus der Hoͤllen Fluten, so daß es niemals mir gefehlt an ir⸗ gend einem Guten; und daß ich ja dein eigen sei, hast du mich auch aus blo⸗ ßer Treu gestaͤupt mit Va⸗ een

Wer giebt den Kin⸗ derh, was du mir gegeben zu genießen? Schenk aber ich Gehorsam dir? Das zeuget mein Gewissen, mein Herz, in welchem nichts gesund, das tausend Suͤn⸗ denwuͤrme wund bis auf den Tod gebissen.

7. Die Thorheit meiner jungen Jahr und alle schnd⸗ den Sachen verklagen mich zu offenbar, was soll ich Armer machen? Sie stel⸗ len, HErr, mir vors Ge⸗ sicht dein unertraͤglichs Zorngericht, und deiner Hoͤllen Rachen.

8. Ich habe meiner Greuel Qual, und schaͤm sie zu bekennen; es ist ihr weder Maaß noch Zahl, ich weiß sie nicht zu nen⸗ nen, und ist ihr keiner doch so klein, um welches willen nicht allein ich ewig muͤßte brennen.

9. Bisher hab ich in Sicherheit fein unbesorgt geschlafen, gesagt: Es hat noch lange Zeit, GOtt pflegt nicht bald zu stra⸗ fen; er faͤhret nicht mit unsrer Schuld so strenge fort, es hat Geduld der Herr mit seinen Schafen.

10. Dies