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Geistliche und liebliche Lieder : welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Johann Heermann, Paul Gerhard und andere seine Werkzeuge in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen der Königl. Preuß. und Churfl. Brandenb. Lande bekannt ... nebst einigen Gebeten von Johann Porst
Entstehung
Seite
66
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66 vom Leid

en Christi.

5. In dir wohnt alle Todesnoth, und

machst

Gottesfuͤll, hast alles, was mich sicher wohnen. Laß

ich wuͤnsch und wili; du Hoͤll

und⸗Teufel böͤse sein,

bist das rechte Gotteshaus: was schadts? Sir muͤs⸗

drum wenn zur

mich treulich in dich ein, und laß mich ewig bei dir sein. Paul Gerhard.

Mel. An Wasserflüssen

Gabyplon. 2 Aegruͤßet sei Hegruͤßet seist du/ 82. G meine Kron

und Koͤnig aller Frommen, der du zum Trost von dei⸗ nem Thron uns armen Suͤndern kommen. O wahrer Mensch, o wahrer GoOtt, o Helfer voller Hohn und Spott, den du doch nicht verschuldest. Ach wie so arm, wie nackt und bloß haͤngst du am Kreuz; wie schwer und groß ist dein Schmerz, den du diildest!

2. Es fließet deines Blu⸗ tes Bach mit ganzem vol⸗ len Haufen; dein Leib ist dir mit Ungemach ganz durch und durch belaufen. O unumschraͤnkte Maie⸗ staͤt, wie kommts, daß dirs so klaͤglich geht? Das mach dein Huld und Treue. Wer dankt dir deß? Wo ist der Mann, der sich, wie du fuͤr uns gethan, fuͤr dich zu sterben freue?

3. Was soll ich dir doch immermehr, o Liebster, da⸗ fuͤr geben, daß dein Herz sich so hoch und sehr be⸗ muͤht hat um mein Leben? Du rettest mich durch dei⸗

Welt ich hinaus, so schleuß meiner Seclen schonen.

sen dennoch mein und

4. Vor großer Lieb und heilger Lust, damit du mich erfuͤllet, druͤck ich dich an mein Herz und Brust, so wird mein Leid gestillet, das deinen Augen wohl bekannt; und das ist dir ja keine Schand, ein kran⸗ kes Herz zu laben. Ach bleib mir hold und gutes Muths, bis mich die Stroͤme deines Bluts ganz rein gewaschen haben.

5. Sei du mein Schatz und hoͤchste Freud, ich will dein Diener bleiben, und deines Kreuzes Herzeleid will ich in mein Herz schreiben. Verleihe du mir Kraft und Macht, damit, was ich bei mir bedacht, ich moͤg ins Werk auch setzen. So wirst du, Schoͤnster, mei⸗ nen Sinn und alles, was ich hab und bin, ohn Unterlaß ergoͤtzen.

Paul Gerhard.

Alel. Machs mit mir, SOtt, nach deiner Güt.

83 Geduldigs Lämm⸗

5 lein, JIEsu Christ, der du all Angst und Plagen, alls Unge⸗ mach zu jeder Frist gedul⸗ dig hast getragen: verleih mir auch zur Leidenszeit Geduld und alle Tapferkeit. 2. Du hast gelitten, daß

nen Tod von mehr als einer

auch ich dir folgen 195

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