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Am 15. Sonntage nach Trinitatis. 65⁵ und den andern verachten. Ihr könnet nicht Gott dienen, und dem Mammon. Darum sage ich euch: Sorget nicht für euer Leben, was ihr essen und trinken werdet, auch nicht für euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr, denn die Speise? Und der Leib mehr, denn die Kleidung? Sehet die Vögel unter dem Himmel an; sie säen nicht, sie erndten nicht, sie sammeln nicht in die Scheu— nen, und euer himmlischer Vater nähret sie doch. Seyd ihr denn nicht viel mehr denn sie? Wer ist unter euch, der seiner Länge eine Elle zusetzen möge, ob er gleich darum sorget? Und warum sorget ihr für die Kleidung? Schauet die Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen; sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, daß auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht bekleidet gewesen ist, als derselben Eins. So denn Gott das Gras auf dem Felde also kleidet, das doch heute stehet und morgen in den Ofen geworfen wird; sollte er das nicht vielmehr euch thun? O ihr Kleingläubigen! Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? Nach sol— chem allen trachten die Heiden; denn euer himmlischer Vater weiß, daß ihr deß alles bedürfet. Trachtet am ersten nach dem Reiche Gottes, und nach seiner Gerech— tigkeit, so wird euch solches alles zufallen. Darum sorget nicht für den andern Morgen, denn der morgende Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, daß ein jeglicher Tag seine eigene Plage habe.
Epistel, Gal. 5, 25 u. 6, 1⸗ 10. So wir im Geiste leben, so laßt uns auch im Geiste
wandeln. Laßt uns nicht eitler Ehre geizig seyn unter
einander(uns) zu entrüsten und zu hassen. Lieben Brü—
der, so ein Mensch etwa von einem Fehler übereilet würde,
so helfet ihm wieder zurecht mit sanftm Ibi de Geist, die
ihr geistlich seyd. Und siehe auf dich selbst, daß du nicht 0


