Deß grund entzie t Sich er fin⸗ decken,
u, Eh ünsche,
sehen. est het i klal, iht bor
It Daz u witd treten.
Von den Eigenschaften Gottes. 33
Dir stellt sich alles deutlich dar, Das, was erst noch soll werden, Und was nun ist, und was einst war Im himmel und auf erden. Wer sollte dich nicht fürchten?
5. Bleibt gleich vor menschen manches noch In dieser welt verschwiegen: So wird dein auge künftig doch Die finsterniß besie⸗ gen. Dein unpartheiisches gericht Wird alles einst entdecken, Was im verborgnen jetzt geschicht, Und schande, furcht und schrecken Wird dann die heuchler treffen.
6. Laß mich, o höchste majestät! Dein helles auge scheuen, Das nie ein heuch⸗ ler hintergeht Mit falschen schmeicheleien. Durchdringe kräftig seel und geist Mit deinen heitern blicken. Laß, was geheime schande heißt, Sammt allen bösen tücken, Mich stets sorgfältig meiden.
Mel. O. gott, du frommer gott. 15. Herr, du erforschest mich, Dir bin ich unverborgen; Du kennst mein ganzes thun Und alle meine sorgen; Was meine seele denkt, War dir bereits bekannt, Eh der gedanke noch In meiner seel entstand.
2. Nie spricht mein mund ein wort, Das
du o herr, nicht wissest. Du schaffest, was


