10 Erste Abtheilung.
ganze welt, Und deine macht vollführt, Was uns unmöglich fällt.
4. Du bist der herren herr; Der erde majestäten Sind, höchster, vor dir staub; Auch geister kannst du tödten. Wen du erniedrigest, Gott, wer kann den erhöhn? Wen du erhöhen willst, Deß hoheit muß bestehn. ö 5. Wer hat dich je gesehn? Wer kann im fleisch dich sehen? Kein sterblich auge reicht Bis zu den lichteshöhen, Von welchen du mit huld Auf deine schöpfung blickst, Und alles, was da lebt, Erfreuest und beglückst.
6. Ja, hier erkennen wir Dich nur sehr unvollkommen; Wird aber dermaleinst Der vorhang weggenommen, Der dich, unendlicher, Noch unserm blick verschließt: Dann sehn wir heller ein, Wie herrlich, du, gott, bist.
7. Indeß sei auch schon jetzt Dein ruhm von uns besungen. Verschmähe nicht ein lob Von äußerst schwachen zungen! Dort soll, wenn wir dereinst In hellerm licht dich sehn, Auch stärker unser lied Dich, großer gott, erhöhn.


