Glaub in Gottesfurcht erweckt,
Morgen ⸗Lieder. 5
und Pflicht, mit Freuden diesen Tog verricht, zu deinem Lob und meinem Nutz, und meinem Naͤch⸗ sten thue Guts. ö
8. Hilf, daß ich zu regieren wiß meine Augen, Ohren, Haͤnd und Fuͤß, mein Lipypen, Mund und gantzen Leib, alle boͤs' Begierde von mir treib.
7. Bewahr mein Hertz vor Suͤnd und Schand, daß ich vom Ubel abgewandt, mein Seel mit Sůnden nicht beschwer, und mein Gewissen nicht versehr.
10. Behůt mich heut und alle⸗ zeit, vor Schaden, Schand und Hertzeleid, trit zwischen mich und meine Feind, so sichtbar und un⸗ sichtbar seynd.
11. Mein Aus⸗und Eingang heut bewahr, daß mir kein Boͤses wiederfahr; behuͤte mich vor schnellem Tod, und hilf mir, wo mir Hüulf ist noth.
Matth. 22,21. Gebet Gotte, was. 8. Mel. Erschienen ist der h. D Tag bricht an, und zeiget sich, o meine Seele! geh in dich, wie du geschlasen diese Nacht, ob du auch oft an GOtt gedacht, wann du erwacht.
2. Dann GOtt sieht ins Ver⸗ borgne hin, pruͤft auch im Schlafe Hertz und Sinn, er eifert, wann du nicht zuerst ihm, wann du aus dem Schlaf auffaͤhrst, dein'n Dienst gewaͤhrst.
3. Drum walts GOtt Vater, der im Geist, durch Christum, mich stets beten heißst: Dir wil ich Opfer bringen, eh ich zJum Beruf und Arbeit geh, wenn ich aufsteh. 4. Was sol ich aber vopfern dir? Ist doch vor alles deinan mir, ja eben das ist mein Gewinn, wenn alles, wie ich schuldig bin, dir gebe hin.
F. Ich gebe dir die Seele hin, ach! richte dein Reich auf darin, daß sie mit Tugend angesteckt, der
6. Ich geb und opfre dir mein Hertz, ach nims, und ziehs in Lieb aufwaͤrts, daß ich mich stets im Geist erheb, an dem, was irdisch ist, nicht kleb, nach GOtt nur streb. 7. Ich opfre dir gantz meinen Will'n, laß mich auch deinen Will'n erfuͤlln, daß in Geduld, ohn Unterlaß, ich Gutes thu, das Boͤse haß, und Suͤnde laß. 8. Sinn und Verstand, und was ich denck, ich dirzum Morgenopfer schenck, hilf, daß kein boͤser An⸗ chlag mir einkom, und was im Sinn ich fuͤhr, gefalle dir.
9. Ich vyfre dir die Zung und Mund, und mache mit dir diesen Bund, daß heute diesen Tag und fort von mir kein Fluch noch fal⸗ sches Wyͤrt nicht werd gehoͤrt.
10. Die Wercke, was ich laß und thu, besehl ich dir, regier sie nu zu deiner Ehr, des Nachsten
Rutz, des Vaterlandes Trost und Schutz, der Boͤsen Trutz.
II. Daß ich dir gantz geopfert auf, heut und den gaͤntzen Lebens⸗ Lauf, des Fleisches suͤndliche Be⸗ gier verlaͤugne, gantz absterbe mir, und lebe dir.. I32. Sey du stets bey mir, und in mir, mit deinem Heilgen Geist mich fuͤhr, durch deiner lieben Engel⸗Schaar vor allen Schaden und Gefahr mich heut bewahr.
13. Verleih der Nahrung und Gewerb, Gedeyen, Segen ohn Verderb, daß alles dir zu Lob und Danck, was ich in dem Beruf anfang, gut End erlang.
14. Auf daß ich ehrbar, und in Ruh, mein Leben moͤge bringen zu, die Lebens Nothdurft mir be⸗ scher, daß Armuth nicht mein Hertz beschwer, mich ehrlich naͤhr.
15. Ein froͤlich Hertz, gesunden
Leib gieb mir, und auch ein rom⸗
nies Weib: hilf, daß ich den Feind
uͤberwind mit Sanftmuth, und
bleib unbefleckt.
W find hey dem Gesind.
13 16. Er⸗


