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Geistliches Neu-vermehrtes Altenburgisches Gesang- und Gebet-Buch : in sich haltend Den Kern Alter und Neuer Geistreichen Lieder und Gesänge D. Martin Luthers Und Anderer Christlichen Lehrer und frommer Christen / nebst einer Vorrede Herrn Carl Andreas Redels
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dist(&)/ vor dem der allerkluͤgste Meister ein ungeuͤbter Schuͤler ist(*). Es ist dir niemand zu vergleichen; dein Zweck ist unver⸗ besserlich, und deine Mittel schi⸗ cken sich am besten, jenen zu er⸗ reichen ö

Syp

( ZJes. 40, 13.14.

2. Was du dir, Hoͤchster! vor⸗ genommen, muß ohne allen Tadel seyn; denn dein Verstand ist ganz vollkommen(4) und siehet alles gruͤndlich ein. Du kannst in dei⸗ ner Wahl nicht fehlen, indem dein Wille niemals nicht der besten Ein⸗ sicht he wählen Du mußt das allerbeste waͤhlen(E*).

(4). Zes. 40, 28.

(**) 5. Mos. 32, 4 3. Ein weiser Rath wird nicht zernichtet. Von dir wird alles in der Welt mit hoͤchster Klugheit ein⸗

Sprüche Sal. 8, 1.

gerichtet, was deine Weisheit fest

gestellt(&). Nichts, nichts kann Unerfuͤllet bleiben; weil deine un⸗ umschränkte Kraft dir jederzeit Vermoͤgen schaft, den guten Vor⸗

%% satz durchzutreiben.

( es. 28, 29. 4. Man kann an allen Kreatu⸗ ren, die stets vor unsern Augen

stehn, die allerangenehmsten Spu⸗ ren

der allerhoͤchsten Weisheit sehn(5). Man findet keine unter ihnen, die keine gute Wirkung thut. Sie sind gewiß zu etwas gut(E*);

und eine muß der andern dienen.

(*) Jerem. 10, 12.

(4 1. Mos. I, 31.

5. Es macht der ganzen Welt Regierung, HErr! deine Weisheit offenbar, und sie erhellet aus der Fuͤhrung der Menschenkinder Son⸗ nenklar(*). Diß kann uns Jo⸗ sephs Beyspiel lehren. Er kam durch deinen weisen Schluß, den

alle Weit bewundern muß, auf wunderbare Art zu Ehren().

(4) Röm. 3, 28. Ps. 73, 24. (7) I Mos. 50, ao.

Zweeter Anhang.

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6. Wer muß nicht deine Weis⸗ heit loben, wenn man in Ueberle⸗ gung zieht, was man davon fur Wunderproben in der Erloͤsung Christi sieht(4)? Wer konnte wohl das Mittel finden, mit dir das menschliche Geschlecht durch Christum, den gerechten Knecht, im Glauben wieder zu verbinden?

(*) Epbes. 3, 10.

7. Wie unbegreiflich sind die Stege, worauf oft freche Suͤnder stehn! wie unerforschlich sind die Wege, auf welchen deine Kindet gehn(5)1 Ach! stelle, wenn ich diß bedenke, mir meines Geistes

Schwaͤche vor, damit ich mich nicht als ein Thor in dieses Meer zu

tief versenke!

(Röm. II, 32. 34.

8, Du weißt, HErr! alles wohl zu machen: Drum will ich mich dir anvertrau'n, und in den wun⸗ derlichsten Sachen getrost auf deine Weisheit bau'n(4). Ich will dir alles uͤbergeben, und ohne Mur⸗ ren sederzeit, von schnoͤder Tadel⸗ sucht besrey't, ganz ohne Quaal der Sorgen leben().

Psalm 37, 5.

(E) 1 Petr. 5, 7.

9. Laß mich auf, deine Wege merken, die lauter Guͤt und Wahr⸗ heit sind(): Das wird den Glau⸗ ben in mir staͤrken. Du sieh'st, ich bin ein schwaches Kind. O naͤhm ich doch aus deinen Haͤnden auch das, was widrig scheinet, an(EE) Denn was du thust, ist wohl gethan. Du wirst es mir zum besten wen⸗ den(x=).

() Psalm 25, 10.

() Hiob 2, 10.

() Röm. 8, 28. vergl. Vers

17. 18.

10. Wie find' ich doch in mir so wenig von dem, was wahre Weis⸗ heit heißt(*)1 drum wuͤrke sie, mein GOtt und König! in mie

(* Sirach 51, 27·

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15⁰

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2. Dein

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