Zweeter
(1329.) B. S. Beym Beschluß des alten Jahres. Mel(8.) Helft mir GOttes Guͤte ꝛc. O Anfang sonder Ende, du großes A, und O! wir kuͤssen deine Haͤnde, und sind von Herzen froh, weil du uns noch ein Jahr mit Segen laͤßt beschließen, daß wir bekennen muͤssen, dein Thun sey wunderbar.
2. Die Kirch' ist voller Wunder; dein Wort und Saerament sind immer neuer Zunder, daß Licht und Recht noch brennt; dein Sohn ist hier der Stein, an den die Feinde fallen, wenn er den Dei⸗ nen allen, ein Auferstehn muß
eyn.
3. Das Land ist vollet Segen und trieft von deinem Fett, man siehet allerwegen, wie seine Frucht geraͤth: Ist da und dort ein Schwerd durch unsre Sel' gegangen, so hast du nach Verlangen auch wieder Trost beschert.
4. Die Haͤuser sind voll Guͤte, die alle Morgen neu; wo man sich recht bemuͤhte, da trat dein Segen bey, die Kinder wuchsen auf, und wurden stark am Geiste, weil GOttes Kind sie weiste auf sei⸗ ner Jugend Lauf.
5. Die Herzen sind voll Gna⸗ den, ob wir gleich Zorn verdient, doch hast du allen Schaden durch Christum ausgesuͤhnt. Wenn wir bey Tag und Nacht mit Singen und mit Beten vor deinen Thron getreten, hast du es gut gemacht.
6. Ach! sollten wir setzunder nicht voller Jauchten seyn, und über deine Wunder uns recht von Herten freun? ach! sollten wir denn nicht, wie Hanna, diese Stunde mit hocherfreutem Munde zum Lobe seyn gericht?
7. Nun, HErr! dein ist die Ehre, du heißest wunderbar, doch giebst du auch Oehoͤre, daß wir das alte
Anhang.
Jahr, befreyt von aller Noth, ii deiner Gnade schließen, und ih dem neuen wissen, du seyst des alte Gott.
8. Laß dir die Alten dienen, wit Hanna, Simeon; gieb, daß die Jungen gruͤnen, wie dein und Davidssohn; nimmt man an Jah⸗ ren zu, so laß uns auch nicht scha, men im Guten zuzunehmen; diß alles wirke du. ö
9. Und wenn wir das vollendet/ was uns dein Wort gesagt, und unser Lauf sich endet, jung odes wohl betagt; so fuͤhre Leib und Sel ins Nazareth dort oben, da
wollen wir dich loben, drauf waß⸗
tet Israel.
(1330.) C. F. K. Die Gnadenwahl.
Mel.(4.) GOtt Lob! ein Schritt ze GOtt! du hast von Ewigkeit das alles uͤbersehen, was nach
der Schoͤpfung in der Zeit ge—
schicht und schon geschehen()
Du sahst, es wuͤrde Adam sich und
alle Menschen jammerlich dulch
seinen Fall verderben(b).
(a) Sirach 23, 29.
(b) Röm. 5/ 12.
2. Du hattest aber keine Lust am Tode aller Suͤnder: Es wuͤnscht⸗ deine Liebesbrust das Heil der Men⸗ schenkinder(2); und dleses war die Frucht davon: Es sollte dein geliebter Sohn fuͤr alle Suͤnden sterben(b).
(a) Hesck. 33, I.
(b) Joh. 3, 16. Röm. 8, 32.)
3. Dein Vorsatz(a) war: Dit sollten Theil an jener Welt bekom⸗ men, die, wenn sie Christum um⸗ ser Heil, im Glauben(d) ange— nommen, durch deines guten Gei⸗ stes Kraft bis an das Ziel der Mll⸗
„ nerschast
(3) Röm 8, 28.
(b) 2. Thessal. 3, 13. Marr,
16, 16.
14807
V Kaha 1 Ian(e),
Ubdochde Hen, Glaub diesen Hanzen Etde UEhristof (02. Pe (b)1.
von der G Het etp'gef Hügektvahl
(64) Ey


